Am Rande von Protesten gegen eine Infostand einer Neonazi-Partei kam es zu Festnahmen auf dem Friedensplatz. © Gaby Kolle
Rathaus

Festnahmen bei Protest gegen „Die Rechte“ auf dem Friedensplatz

Vor der Ratssondersitzung kam es auf dem Friedensplatz zu Festnahmen. Polizisten gingen gegen Personen aus dem „linken Spektrum“ vor, die gegen die Partei „Die Rechte“ demonstrierten.

Ein Infostand der Neonazi-Partei „Die Rechte“ und der Gegenprotest von rund 60 Personen haben am Mittwochnachmittag (12.8.) für Aufregung auf dem Friedensplatz am Dortmunder Rathaus gesorgt.

Kurz vor Beginn der Sondersitzung des Rates gegen 16 Uhr kam es in einem von Baustellenzäunen umstellten Bereich zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und Polizisten.

Laut Polizeisprecherin Dana Seketa hätten Personen aus dem „linken Spektrum“ versucht, zu verhindern, dass ein Ratsmitglied der Partei „Die Rechte“ an der Ratssitzung teilnehmen kann.

Auseinandersetzungen mit Polizisten

Bei diesem Versuch sei es zu Auseinandersetzungen mit Polizeibeamten vor Ort gekommen. Einzelne Augenzeugen berichten vom Einsatz von Schlagstöcken und unverhältnismäßigem Einsatz von Gewalt.

In einer Pressemitteilung formuliert die Polizei: „Als die Beamten acht Tatverdächtige umstellt hatten, kam es zu Widerstandshandlungen. Ein Beamter wurde dabei verletzt und war nicht mehr dienstfähig.“

Zwei Personen wurden vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen, weil ihre Identität vor Ort nicht festzustellen gewesen sei. Bis zu ihrer Entlassung gegen 19.25 Uhr haben rund 15 Personen gegen die Maßnahme protestiert.

Für mehrere Stunden war rund um den Friedensplatz ein großes Polizeiaufgebot zu sehen. Die Ermittlungen unter anderem wegen tätlichen Angriffs, Widerstands, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Landfriedensbruchs dauern an.

Das „Rechte“-Ratsmitglied nahm an der Sondersitzung des Rates teil, in der es um die Äußerungen von Oberbürgermeister Ullrich Sierau gegenüber der Landesregierung im Juni ging.

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Felix Guth

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