Festnahmen nach Panzerfaust-Überfall auf Geldtransporter

SEK-Einsätze in NRW

Spezialeinsatzkommandos der Polizei haben in drei NRW-Städten die Männer festgenommen, die Ende 2015 einen Geldtransporter in Bodelschwingh überfallen haben sollen. Die Tatverdächtigen sind einem bestimmten Milieu zuzuordnen.

BODELSCHWINGH

, 27.09.2017, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Geldtransporter am Tatort Richterstraße in Dortmund-Bodelschwingh.

Der Geldtransporter am Tatort Richterstraße in Dortmund-Bodelschwingh.

Mitten in einem Wohngebiet, auf der Richterstraße im Dortmunder Stadtteil Bodelschwingh, hatten zunächst unbekannte Männer einen Geldtransporter der Firma Kötter mit Fahrzeugen eingekeilt, zum Stoppen gezwungen und die Insassen mit schweren Waffen bedroht. 

Auf Transporter geschossen

Einer der Täter richtete eine Panzerfaust auf die Front des gepanzerten Geldtransporters. Mit Maschinengewehren und Maschinenpistolen eröffneten sie auch das Feuer auf das Fahrzeug. Jedoch ohne einen der Bediensteten zu treffen. Den Lagerraum des Transporters öffnete einer der Täter mit einer Flex. Die Dortmunder Polizei sprach im Dezember 2015 von einem "hohen Organisationsgrad" der Räuber.

Ein Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Hagen sagte, dass die Tatverdächtigen aus einem Schwerkriminellen-Milieu stammten. Mit der terroristischen Roten Armee Fraktion (RAF), deren Mitglieder ähnliche Taten begangenen haben sollen, hätten sie nichts zu tun. Für die Festnahmen der drei Tatverdächtigen setzte die Polizei für gefährliche Einsätze speziell ausgebildete Spezialeinsatzkommandos ein, da der Verdacht nahe lag, dass die Männer bewaffnet sind.

"Aktenzeichen XY" berichtete über den Fall

Über dann Fall aus dem Dortmunder Westen hatte auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" berichtet. Weitere Informationen will die Staatsanwaltschaft in der kommenden Woche veröffentlichen. Auf der Flucht vor der Polizei hatten die Räuber ein Auto auf einem Feldweg neben der Autobahn 45 abgestellt und darin ein Feuer gelegt. Dann setzten sie die Flucht mit einem weiteren Fahrzeug fort.

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