Festnahmen nach Polizeikontrolle einer 15-jährigen Dortmunderin

Polizei

Eine harmlose Polizeikontrolle ist am Freitagabend im Dortmunder Westen eskaliert. Am Ende standen ein Großeinsatz und gleich mehrere Festnahmen.

Westerfilde

, 30.05.2021, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einer Roller-Fahrt ohne Helm und mit abgelaufenem Kennzeichen begann eine spektakuläre Polizei-Aktion in Westerfilde. (Symbolbild)

Mit einer Roller-Fahrt ohne Helm und mit abgelaufenem Kennzeichen begann eine spektakuläre Polizei-Aktion in Westerfilde. (Symbolbild) © dpa

Am Gerlachweg in Westerfilde haben Polizisten am Freitagabend gegen 19.45 Uhr eine 15-jährige Dortmunderin kontrolliert, die auf ihrem Roller ohne Helm und mit einem abgelaufenen Versicherungskennzeichen auf der Straße unterwegs war. Was aus dieser Kontrolle werden sollte, konnten die Beamten zunächst nicht ahnen.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wehrte sich die Jugendliche zunächst erheblich gegen die Kontrolle und widersetzte sich der Bitte, ihre Ausweispapiere vorzulegen. Da sich die Dortmunderin auch an ihrer Wohnanschrift nicht ausweisen wollte, hätten die zwei Beamten ihre Identität nunmehr auf der Polizeiwache feststellen wollen.

Vier Familienangehörige helfen

Doch im Hausflur habe das Mädchen Hilfe von vier hinzugerufenen Familienangehörigen bekommen. Drei Dortmunderinnen (20, 24 und 45 Jahre) und ein 35-jähriger Dortmunder hätten den Polizisten und die Polizistin im Hausflur und bis hinunter auf den Gerlachweg immer wieder angegriffen. Sie beabsichtigten offenbar, die 15-Jährige von den Beamten zu entfernen.

Als die 15-Jährige im Streifenwagen untergebracht war, konnten durch weitere Polizeibeamte auch die vier Angreifer vorläufig in Gewahrsam genommen werden. Wie die Polizei schreibt, mussten sie hierzu auch teilweise von den Beamten zu Boden gebracht werden.

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Wiederum weitere Unterstützungskräfte der Polizei beschäftigten sich gleichzeitig mit mehreren Dutzend Schaulustigen. Wie es im Polizeibericht weiter heißt, habe die Polizei nunmehr nicht nur die Ermittlungen zu den vorausgegangenen Verkehrsverstößen aufgenommen, sondern auch zum Straftatbestand der Gefangenenbefreiung.

Dabei werde auch geprüft, warum die Personen die Polizei gezielt über eine längere Dauer angriffen und währenddessen von Schaulustigen forderten, Videos zu fertigen.

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