Hunderte Brechtener sind seit Wochen ohne Festnetz

mlzGroßstörung

Seit einigen Wochen haben Hunderte Kunden der Telekom in Brechten keinen Festnetz-Anschluss. Die Großstörung betrifft mindestens drei Straßen. Die Behebung der Störung zieht sich.

Brechten

, 24.01.2020, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit einigen Wochen beklagen Brechtener Telekom-Kunden, dass ihr Festnetz-Anschluss nicht funktioniert. Eine Leserin berichtete uns von rund 60 Haushalten, die laut Störungsstelle betroffen sind. Doch das Problem ist viel größer als gedacht.

Von der Großstörung seien rund 750 Kunden der Telekom betroffen, erklärt ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage der Redaktion.

Der Grund dafür, dass mehrere Anwohner derzeit keinen Festnetzanschluss haben, ist ein beschädigtes Hauptkabel in der Imigstraße. Bereits Ende November vergangenen Jahres sei dort Wasser eingedrungen und verursache Probleme. Die Arbeiten zur Behebung laufen seit Dezember.

Viele Faktoren erschweren die Arbeiten

Allerdings gestalten sie sich sehr schwierig. „Mehrfach mussten Baugenehmigungen bei der Stadt beantragt werden, weil das Ausmaß immer größer wurde und wir, um die Schäden zu beheben, die Straßen großflächig aufgraben müssen“, so der Telekom-Sprecher. Die Störung betrifft nicht mehr nur die Imigstraße, sondern geht mittlerweile über den Schiffhorst und die Brechtener Heide bis zur Wittichstraße.

Bei Störungen des Festnetz-Anschlusses richtet die Telekom eine kostenlose Rufumleitung auf Mobilgeräte ein. Betroffene Kunden können sich unter Tel. (0800) 330 1000 melden.

Die erste Baugenehmigung wurde am 15. Januar erteilt, nachdem die Störung endgültig lokalisiert und identifiziert worden war. Die zweite Genehmigung erfolgte am 20. Januar. Aktuell läuft noch die Abstimmung über eine Straßensperrung zwischen dem Verkehrssicherungsbetrieb und dem Ordnungsamt. Von den Arbeiten wären dann auch eine Bushaltestelle und sogar die Stadtbahnlinie betroffen.

Telekom kann kein Datum für Ende der Arbeiten nennen

Das ist jedoch nicht die einzige Hürde. Auch andere Faktoren, wie starke Regenfälle, können die eigentlichen Arbeiten an dem Kabel erschweren oder gar unmöglich machen.

Ein genaues Ende der Störung kann die Telekom deshalb nicht nennen. Hinzu kommt noch, dass die Behebung der Schäden selbst einige Zeit in Anspruch nimmt. Klar sei: Die Behebung könne sich bis in den Februar hinein ziehen, bestätigt der Telekom-Sprecher.

Das neue Kabel muss mit mehreren Hundert Kupferadern verknüpft werden. „Das macht keine Maschine, das ist richtige Handarbeit“, erklärt der Sprecher der Telekom. „Ein Mitarbeiter muss in die Baugruben steigen und die Adern einzeln miteinander verbinden.“

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Sobald das geschehen ist, müssen die Anschlüsse einzeln hochgefahren und die Straßendecke abschließend versiegelt werden. Alle genannten Faktoren verhindern derzeit eine schnelle Behebung der Großstörung.

Außer der drei genannten Straßen können auch andere Anschlüsse mit der Störung in Zusammenhang stehen. Die Telekom bittet daher betroffene Kunden, sich bei der Störungs- oder Servicestelle des Unternehmens zu melden.

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