Feuchtigkeit und Barrierefreiheit: Das tut sich an der Freizeitstätte

mlzJugendfreizeitstätte

Gute Arbeit braucht ein vernünftiges Umfeld. Im Falle einer Jugendfreizeitstätte sind das nutzbare Räume. Und die sind in der Einrichtung nur teilweise vorhanden. Jetzt tut die Stadt etwas.

Schüren

, 28.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die Feuchtigkeit in den Wänden sitzt, muss etwas passieren. Und zwar schnell, denn sonst wird es richtig teuer. In einer Jugendfreizeitstätte in Dortmund haben die Jugendlichen und Mitarbeiter seit längerer Zeit „nasse Füße“. Genauer gesagt: einen feuchten Keller. Der Sportraum im Untergeschoss der Einrichtung ist schon lange nicht mehr nutzbar.

Vermutlich ist es die alte Dränage in dem Schürener Jugendzentrum, die jetzt so langsam ihren Geist aufgibt – wenn sie überhaupt vorhanden war. Jetzt ist die Stadt Dortmund als Träger der Einrichtung gefordert. Denn: Eigentum verpflichtet. Der Politik im Stadtbezirk ist die Situation der Jugendfreizeitstätte bekannt. Jetzt wird aber vom Ausschuss für Bau, Verkehr und Grün im Rat der Stadt Dortmund Druck gemacht.

Mitglieder der Hochbauverwaltung vor Ort

Druck macht Sascha Mader (CDU, Sprecher des Ausschusses), der sich zusammen mit Ratsfrau Ute Mais, ebenfalls CDU, vor Ort ein Bild von den Zuständen machte. Mit dabei weitere Mitglieder der Hochbauverwaltung. „Es muss beim Bau der Freizeitstätte, Anfang der 60er-Jahre, wohl die Dränage nicht richtig eingebaut worden sein“, sagt Mader. Die Folge – immer wieder sickerte Feuchtigkeit in das Mauerwerk. Das soll jetzt wieder auf trockene Füße gestellt werden, so die Auskunft Maders. Im Oktober oder November 2019 sollen die Sanierungsarbeiten beginnen.

Der Umbau kostet 100.000 Euro

„Die ganze Baumaßnahme soll rund 100.000 Euro kosten“, sagt Mader und macht die Pläne noch konkreter. „Ich finde das gut, dass es jetzt vorangeht. Ein Lob dafür an die Hochbauverwaltung“, so Mader, ehemaliger Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk Aplerbeck. Mit dramatischen Verzögerungen sei auch nicht zu rechnen. Die Arbeiten sollen zeitnah ausgeschrieben werden und dann könnte es losgehen. Die Pläne sehen vor, das Gebäude rundherum freizulegen. Es könnte sein, dass während dieser Arbeiten noch ein zusätzlicher Eingang geschaffen wird. Eben aus der unteren Etage heraus.

Umbauten in den vergangenen Jahren etwas unglücklich

Was die Umbauten angeht, ist die Jugendfreizeitstätte in Schüren ein gebranntes Kind. Ein Beispiel ist der Treppenneubau, der zur Eingangstür der Einrichtung führt.

Feuchtigkeit und Barrierefreiheit: Das tut sich an der Freizeitstätte

Die provisorische Feuertreppe an der Ostseite des Gebäudes. © Jörg Bauerfeld

Im März 2016 wurde die alte, marode Treppe durch eben diesen Neubau ersetzt. Nur, statt den Eingangsbereich im Rahmen der Arbeiten barrierefrei zu gestalten, wurde darauf verzichtet. Kinder und Jugendliche, die beispielsweise mit einem Rollstuhl unterwegs sind, müssen in die Einrichtung getragen werden.

Dann ist da noch die provisorische Feuertreppe. Vor einem Fenster des Veranstaltungsraumes, der auch für Konzerte genutzt wird, wurde vor gut 10 Jahren ein Stahl-Gerüst „gezimmert“.

Das wurde von jungen Besuchern der JFS und der Berghofer Künstlerin Anette Göke 2015 zumindest optisch ansehnlicher gestaltet. Ein Provisorium ist es aber immer noch.

Die Frage nach der Parkplatz-Zufahrt

Ach ja, und dann war da ja noch die Zufahrt, an der Jugendfreizeitstätte vorbei, zu einem neuen Parkplatz, der auf einem ehemaligen Ascheplatz im Westen der Einrichtung führen sollte.

Feuchtigkeit und Barrierefreiheit: Das tut sich an der Freizeitstätte

Hier sollte der Weg zu den neu geschaffenen Parkplätzen auf dem alten Sportplatz führen. © Jörg Bauerfeld

2016 gab es dazu eine große Pressekonferenz – dann kehrte Ruhe ein und der Mantel des Schweigens legte sich über diese Pläne. Bisher gibt es keine Zufahrt.

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