Feuer und Leidenschaft: 10 Jahre BVB-Fanclub „Kamin Borussen“

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Seit 10 Jahren brennen die „Kamin Borussen“ für Fußball und ihren Verein, den BVB. Es ist die Leidenschaft, die die Mitglieder verbindet. Doch: Nicht nur Dortmunder zählen zum Verein.

von Rüdiger Barz

Aplerbeck

, 02.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der kleinen Kneipe „Zum Kamin“ mitten im Ortskern Aplerbecks dreht sich alles, nahezu alles, um Fußball. Die Wände und die Decke sind mit Fahnen und Fotos dekoriert. Gäste kommen so in die richtige BVB-Stimmung. Die urige Gaststätte ist Gründungsort und Dreh- und Angelpunkt des Fanclubs „Kamin Borussen“.

Nur ein Verein ist nicht gern in der Kneipe gesehen

Den Mitgliedern, die Gründerin und Wirtin Claudia Blankert zusammengetrommelt hat, ist ihr Faible für alles was Fußball und BVB betrifft, anzumerken. Wobei sie beim Fußball eine einzige Ausnahme machen: Der Verein mit dem blau-weißen Trikot, der geht natürlich gar nicht. „Da bekomme ich sofort so ein Klingeln im Ohr“, sagt Axel Bolle ernst.

Die große, gut vier Meter lange, Fahne und die T-Shirts mit dem Vereinslogo – da sind sich die Anwesenden einig – ist das Wichtigste für die Frauen und Männer im Club.

Rund 35 Mitglieder, sogar 5 Schwaben, gehören zum Fanclub. Die Schwaben haben die Dortmunder im Fanblock bei einem Spiel Stuttgart gegen Dortmund kennengelernt.

Das nächste, was den Mitgliedern wichtig ist, ist die Sympathie untereinander. „Wer uns nicht sympatisch ist, kommt nicht rein“, sagen sie.

In der Gaststätte, die Blankert seit 2005 leitet, war Fußball schon immer ein Schwerpunkt. Neben all den üblichen Geschichten aus dem Leben, fachsimpelten die Kneipengäste schon immer über den BVB und seine Spiele. „Da habe ich irgendwann einfach mal den Vorschlag gemacht, einen Fanclub zu gründen“, erzählt die Wirtin. „Am 13. Juli 2009 war das“, sagt sie, als wenn es erst gestern gewesen wäre.

Fotobüchern spiegeln die turbulente Geschichte wieder

„Seit zehn Jahren bin mit dabei“, sagt Gerda Hagen. „Der Fußball, die Freundschaften und der Zusammenhalt sind es die uns ausmachen.“ „Spiele der Borussen werden hier gelebt“, fügt Blankert hinzu.

Dass sie viel „gelebt“ haben, zeigen die vollen Fotobücher. Leider, so wissen die Mitglieder, sitzt heute das Geld nicht mehr so locker - die weiten Reisen zu Auswärtsspielen haben nachgelassen – doch viel Spaß haben sie immer noch.

Feuer und Leidenschaft: 10 Jahre BVB-Fanclub „Kamin Borussen“

Fotobücher zeugen von der turbulenten Vergangenheit des Fanclubs. © Rüdiger Barz

Und wie sind die „Kamin Borussen“? Das weiß der ehemalige Polizist und Gast Olli gut zu beschreiben, der seinen Nachnamen nicht veröffentlichen möchte: „Ich kenne die hier alle. Die sind alle ganz normal. Verbissen sind sie, mit ein paar Fanatikern, aber normal.“ Axel Bolle fügt hinzu: „Umgänglich sind sie, sie stehen für ihre Sache und sie tun was – nämlich Spenden für die Stiftung „Kinderglück“.

Spenden kamen in der Vergangenheit zugute. Wer in der Gaststätte „Zum Kamin“, Ruinenstraße 7, mitfeiern möchte, ist gern gesehen. Live-Spiele verfolgen die Mitglieder nicht in ihrer Kneipe. Aber gefeiert wird nach wie vor kräftig und heftig.

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