Feuerwehr-Experte fordert Rauchmelder-Pflicht

Gesetzes-Initiative

Jährlich sterben rund 500 Menschen bei einem Brand. Der Verband der Feuerwehr (VdF) in NRW fordert deshalb die Rauchmelder-Pflicht in Privatwohnungen und -häusern.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 26.10.2011, 05:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Patrick Lohre zeigt zwei Rauchmelder. Der Feuerwehrmann ist ein großer Freund der kleinen Lebensretter

Patrick Lohre zeigt zwei Rauchmelder. Der Feuerwehrmann ist ein großer Freund der kleinen Lebensretter

„Rauchmelder verschaffen den Betroffenen viel Zeit, zum Beispiel um die Familie ins Freie zu führen und rasch den Notruf 112 abzusetzen“, erläutert der 42-Jährige die Gefahr, die vor allem im Schlaf tödlich enden kann: Denn im Falle eines Feuers verbreitet der Rauch das lebensgefährliche Gas Kohlenmonoxid in den Räumen – der Mieter oder Hauseigentümer verliert im Schlaf das Bewusstsein und ist handlungsunfähig. Ein Rauchmelder reagiert auf die Brandgase und löst sofort einen schrillen Warnton aus, der selbst in Nachbarwohnungen oder auf der Straße hörbar ist. Die Ursachen für einen Wohnungs- oder Hausbrand sind vielfältig. Zu den „Klassikern“ zählen laut Müssig das „Einschlafen mit brennender Zigarette im Bett“ oder das auf dem Herd vergessene Essen. Auch Elektrogeräte wie Wasch- und Spülmaschinen können bei technischen Defekten in Brand geraten. Schnell breiten sich dann die Flammen aus, die auch auf benachbarte Wohnungen übergreifen können.

Die Installation der kleinen Lebensretter ist denkbar einfach. Zwei Dübel und zwei Schrauben reichen, um den mit einer Batterie betriebenen Warner zu montieren. Die Küche oder das Bad sollten Mieter oder Hausbesitzer wegen der Wasserdampf-Ausbreitung beim Kochen oder Duschen aussparen. Müssig: „Aber in jedem Schlafraum, im Wohnzimmer und im Flur sollten ein Rauchmelder installiert sein.“

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