Feuerwehr rettet achtköpfige Familie mit Drehleiter

Brand in Bodelschwingh

Dramatische Minuten hat es bei einem Einsatz der Feuerwehr am Sonntagabend in der AWO-Begegnungsstätte in Bodelschwingh gegeben. Die Feuerwehr rettete über eine Drehleiter acht Menschen aus einem Fenster im ersten Obergeschoss, unter ihnen auch einen Säugling und ein Kleinkind. Nur ein Zufall verhinderte Schlimmeres.

BODELSCHWINGH

, 25.01.2016, 09:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beide Säuglinge überstanden den Brand unbeschadet.

Beide Säuglinge überstanden den Brand unbeschadet.

Aktualisierung 14 Uhr: Familienvater bemerkte zufällig den Brand

Unglaubliches Glück hatten die Bewohner, des Hauses. Denn sämtliche acht Familienmitglieder, unter ihnen auch ein zweijähriger Junge und ein Säugling, schliefen bereits, als das Feuer ausbrach. Doch der Familienvater wachte auf, weil er Durst hatte. Als er in die Diele der Wohnung kam, bemerkte er dort Rauch und Brandgeruch. Trotzdem mussten zwei Frauen mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach Informationen unserer Redaktion konnten sie aber bereits wieder entlassen werden. 

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Brand in Bodelschwingh

Bei einem Brand in der AWO-Begegnungsstätte in Dortmund-Bodelschwingh rettete die Feuerwehr acht Menschen, darunter mehrere Kleinkinder, mit der Drehleiter aus dem verrauchten Gebäude.
25.01.2016
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Insgesamt rettete die Feuerwehr acht Menschen aus der Wohnung über der Begegnungsstätte.© Foto: Helmut Kaczmarek
Mit der Drehleiter erreichten die Retter die Menschen am Fenster.© Foto: Helmut Kaczmarek
Unter den Geretteten waren auch zwei Säuglinge.© Foto: Helmut Kaczmarek
Beide Säuglinge überstanden den Brand unbeschadet.© Foto: Helmut Kaczmarek
Beide Säuglinge überstanden den Brand unbeschadet.© Foto: Helmut Kaczmarek
Die Mütter der beiden Säuglinge mussten mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.© Foto: Helmut Kaczmarek
Die Mütter der beiden Säuglinge mussten mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.© Foto: Helmut Kaczmarek
Die Feuerwehr im Einsatz in der Begegnungsstätte.© Foto: Helmut Kaczmarek
Die Feuerwehr im Einsatz in der Begegnungsstätte.© Foto: Helmut Kaczmarek
Die Feuerwehr im Einsatz in der Begegnungsstätte.© Foto: Helmut Kaczmarek
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Direkt nach den Löscharbeiten leitete die Polizei Ermittlungen zur Brandursache ein. Diese Ermittlungen wurden am Montag fortgesetzt. Auch der Staatsschutz hat sich eingeschaltet. Bei der Familie handelt es sich um eine Flüchtlingsfamilie. "Wir ermitteln in alle Richtungen", erklärte Polizeisprecher Kim Ben Freigang am Montag auf Anfrage der Redaktion. Aber ein Ergebnis, ob das Feuer durch Brandstiftung ausgelöst worden ist, liegt bislang noch nicht vor. Auch eine Frauengruppe, die am Sonntagabend in den Räumen der Begegnungsstätte bis 21 Uhr zu Gast war, hatte nichts Verdächtiges bemerkt. 

Die Ermittlungen der Kripo laufen deshalb weiter, die AWO-Begegnungsstätte im Erdgeschoss des Hauses bleibt in dieser Woche geschlossen.  Der Kriminaldauerdienst bittet derweil mögliche Zeugen, sich zu unter Tel. 132 74 41  zu melden     

Ursprüngliche Meldung: Treppenhaus war voller Rauch

Gegen 22 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein, weil sie in der AWO-Begegnungsstätte an der Speckestraße in Bodelschwingh Rauch bemerkten. Als die Löschzüge eintrafen, standen mehrere Menschen bereits an einem Fenster des 1. Obergeschosses, das Gebäude und auch das Treppenhaus war voller Rauch.

Mit einer Drehleiter rettete die Feuerwehr insgesamt acht Menschen aus dem Fenster, darunter auch zwei Säuglinge und deren Mütter. Alle Personen wurden vor Ort medizinisch versorgt, die beiden Mütter mussten anschließend mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. "Den beiden Säuglingen ging es gut", sagte Oliver Körner, Mitarbeiter der Feuerwehr-Pressestelle, am Montagmorgen auf Nachfrage. Sie seien zwar auch mit ins Krankenhaus gebracht worden, hätten aber ihre Mütter nur begleitet und hätten selbst keinen Schaden davon getragen. Auch alle anderen Personen blieben unverletzt.  

Matratze brannte im Keller

Nach ersten Erkenntnissen war es möglicherweise eine Matratze im Keller der AWO-Begegnungsstätte, die den Brand auslöste. Das Gebäude wurde von der Feuerwehr mit einem Hochleistungslüfter entraucht. Bezüglich der genauen Brandursache hat die Polizei jetzt Ermittlungen aufgenommen.   

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