„Financier der Hitlerpartei“: Streit in Kirdorf-Siedlung geht weiter

mlzAntifaschisten

Erst vor Kurzem wurde das Kriegsende vor 75 Jahren gefeiert. Und immer noch gibt’s kein Schild, das erklärt, wie nah Kirdorf dem Hitler-Regime stand. Jetzt schaltet sich ein Verein ein.

Eving

, 12.05.2020, 19:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nun schaltet sich auch die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) in die Diskussion um ein Legendenschild in der Evinger Kirdorf-Siedlung zum Namensgeber ein. Emil Kirdorf (1847-1939) war ein Industrieller, der dem Hitler-Regime nahe stand und es finanziell unterstützte.

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Das Schild in der Evinger Siedlung sollte nach Ulrich Sander vom VVN-BdA folgenden Text haben: „Emil Kirdorf war 1927 der erste Financier der Hitlerpartei. Ohne ihn wäre die Industrie nicht zur Stütze des Naziregimes geworden. Somit war Kirdorf im besonderen Maße Schuld an Nazismus, Krieg und Holocaust.“

Diese Zeilen sollen auf dem Schild stehen

Und weiter: „Der 8. Mai 1945 war der Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus. Am Jahrestag des 8. Mai erinnern wir auch daran, wie alles begann, wie es zum Tag der Machtübertragung an Hitler am 30. Januar 1933 kam, aber auch wie es zum Bündnis der Nazis mit der Industrie kam.“

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„Ohne Kirdorfs Engagement ab 1927 wäre die Industrie nicht zur Stütze des Naziregimes und der Kriegsführung geworden. Wir fordern Aufklärung über Kirdorfs Rolle.“

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Die Bewohner der Kirdorf-Siedlung sehen die Aufstellung eines solchen Mahnmals kritisch: „Wir befürchten, dass Neonazis das zum Anlass für Aufmärsche und Kundgebungen in unserer Siedlung nehmen könnte“, war zuletzt zu hören.

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