First Responder: Das sind die Helfer der Helfer

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Die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr in Hombruch fuhren im Jahr 2018 zu 52 Einsätzen. Wir klären, wer die First Responder sind und was sie tun.

von Rüdiger Barz

Hombruch

, 09.08.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die First Responder (FR) gehören zu einer Spezialeinheit der Freiwilligen Feuerwehren in Dortmund. Das heißt, First Responder sind ehrenamtliche Helfer.

? Seit wann gibt es die First Responder in Dortmund? Diese Gruppe von Helfern gibt es in Dortmund, neben den rettungsdienstlich ausgebildeten Kräften der Berufsfeuerwehr, seit 2005. In Hombruch wurden sie 2012 eingeführt.

? Warum wurde diese Einheit eingeführt? Die FR unterstützen den regulären Rettungsdienst. Sie kommen zum Einsatz, wenn der Rettungsdienst die in NRW geltende Hilfsfrist von acht Minuten voraussichtlich nicht einhalten kann.

? Was ist eine Hilfsfrist? Als Hilfsfrist wird die Zeit bezeichnet, die vom Beginn des Gesprächs mit der Rettungsleitstelle, bis zum Eintreffen der ersten Rettungsmittel vergeht.

? Wie sind die Ehrenamtlichen ausgebildet? Alle Helfer zeichnet mindestens eine solide basismedizinische Grundausbildung von 160 Stunden aus. Sie wird kombiniert mit einem praktischen Teil in einem Krankenhaus und einem Teil auf einer Rettungswache, beziehungsweise auf einem Rettungswagen.

? Gibt es besondere Übungen? Ja, die FR nehmen regelmäßig an Übungen teil. Zum Einen werden verschiedene Szenarien – beispielsweise ein Herzinfarkt –realitätsnah mit Anfahrt geübt. Zum Anderen nehmen die Helfer auch an Großübungen teil.

? Wieviele Einsätze werden in der Regel gefahren? Die Freiwilligen Feuerwehren in Dortmund hatten im Jahr 2018 je nach Wache zwischen 30 und 100 FR-Einsatzfahrten. Der Löschzug in Hombruch hatte, neben seinen normalen Einsätzen, 52 First Responder Fahrten.

? Welche Einsatzszenarien gibt es noch? Bei sogenannten Großschadenslagen, wie beispielsweise Busunglücken, Bombenattentaten oder Flugzeugunglücken, werden die FR eingesetzt. Eine der Aufgaben der FR ist dann, sich um mögliche Verletzte zu kümmern. Und, nicht zu vergessen, sie helfen den Helfern – nämlich dann, wenn Rettungskräfte während des Einsatzes selbst zu Schaden kommen.

? Wie sieht es mit Nachwuchskäften aus? Für Hombruch sei man gut aufgestellt, weiß Marc Glauer von der Wache Hombruch zu berichten. „Aber“, so Glauer weiter, „die Freiwilligen haben immer wieder mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Das ist der Grund, warum viele Wachen eine Jugendfeuerwehr haben, um daraus Kräfte zu rekrutieren.“

? Wo können sich Bürger melden, die sich engagieren möchten? Wer Interesse an der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr hat, kann sich bei seiner Wache melden. Die Liste der Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr steht im Internet.

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