Flächendeckende Raser-Kontrollen geplant

Polizei Dortmund

"Bitte recht freundlich!" – Sie stehen wieder, messen, fotografieren, halten an oder schicken Post mit Fotos von unerwarteter Brillanz nach Hause: Blitzer drohen aktuell nicht nur an den Bundesstraßen 1 und 54 in City-Nähe, an Brackeler- oder Wittbräucker Straße, sondern "flächendeckend". Das verspricht die Polizei.

DORTMUND

von Von Ulrike Böhm- Heffels

, 01.04.2011, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Juni 2010 kurzfristig enttarnt: "Blitzer" an der B1.

Im Juni 2010 kurzfristig enttarnt: "Blitzer" an der B1.

Damit war das letzte Jahr buchstäblich auf Eis gelegt. Keine Kamera stoppt Autofahrer effektiver als ein rutschiger Untergrund. Im gesamten Präsidiumsbereich, zu dem neben Dortmund und Lünen die Autobahnen gehören, hatte die Polizei 2009 noch 146.900 Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, davon 94.000 allein auf den Autobahnen. Letztes Jahr waren es rund 137.500. Auf den Autobahnen mit 95.900 aber mehr als im Jahr davor. Als „nicht vergleichbar“ hält die Stadt ihre Kontrollzahlen für die letzten beiden Jahre. Die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung im Ordnungsamt reklamieren dafür den langen Defekt der Rotlicht/Geschwindigkeitsanlage an der B1/Lübkestraße und den aufwendigen Austausch der Blitzer-Fahrzeuge von Analog- auf Digitaltechnik. Der „Starenkasten“ in Höhe der Lübkestraße ging erst vor drei Tagen wieder ans Netz. Er war fast das ganze Jahr über unbrauchbar. Sprüher hatten den Blitzer letzten Juni in Pink getaucht.

   Der Kasten erhielt seine Tarnfarbe zurück, neue Kontakte mit anschließender Eichung. An „Rotlicht“-Knöllchen hagelte es im letzten Jahr nur 480, 2009 waren es noch 990. Alle Starenkästen „schossen“ 2010 nur 20.000 Verkehrssünder, im Jahr davor 24.000. Umgekehrtes Bild bei der mobilen Überwachung. Die Anzahl der Verwarnungen stieg von 104.000 (2009) auf 110.000 (2010). In beiden Jahren hefteten die Politessen den Parksündern jeweils 91.000 Knöllchen an die Windschutzscheiben.

Lesen Sie jetzt