Flaute konnte bunte Drachen nicht bremsen

26.09.2007, 15:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wickede Es war eigentlich ein perfekter Tag, nur eine steife Brise fehlte, damit die bunten Flieger der Lüfte schnurstracks in den Himmel starten konnten. Dennoch war das Drachenfliegen, veranstaltet von der ev. Männerarbeit Husen-Kurl, im Pappelstadion ein voller Erfolg.

"Wenig Wind macht gar nichts. Einige Drachen sind aus einer Rundstange und einem Müllbeutel sowie einer Schnur gebastelt worden. Die sind sehr leicht und fliegen auch bei diesem Wetter. Nebenbei sind die in einer Viertelstunde fertig gestellt", blieb Peter Theunissen, Vorsitzender der ev. Männerarbeit, gelassen.

Punkterichter

Viele Kinder ließen ihre fantasievollen Flieger von den Punkterichtern Ernst Wittlieb, Karl-Heinz Vehring und Heinz Pöpping bewerten. Alle drei sind Vorstandsmitglieder der Männerarbeit. Die Fachleute hatten ein Auge darauf, ob es sich um gekaufte oder selbst gebastelte Drachen handelte. Beides war möglich. Danach schauten sich das Trio Originalität, Schönheit und Flugfähigkeit an.

"Das machen wir jetzt schon seit über 20 Jahren. Angefangen hat alles damit, dass es damals zu wenig Angebote für die Jugendlichen gab. Die Popularität der Drachenschau beweist, dass wir es geschafft haben", ist Theunissen stolz. Und so lädt die Männerarbeit Jahr für Jahr Kindergärten, Schulen und andere Husener Institutionen ein, um diesen Nachmittag gemeinsam zu verbringen.

Rückennummern

Insgesamt gab es für über 60 Teilnehmer Preise zu gewinnen, aus denen die ersten drei Gewinner frei auswählen konnten. Damit es nicht zum Vorwurf der Schieberei kommen konnte, waren die Kinder ausschließlich mit Nummern auf dem Rücken ausgestattet. "Da hatten wir in der Vergangenheit die dollsten Vorwürfe. Warum nur die Kinder vom Vorstand die ersten Preise gewännen und so weiter. Dem haben wir jetzt vorgebeugt", so Theunissen.

Während die Punkterichter am späten Nachmittag über den Rechenschiebern brüteten, vollendeten die Teilnehmer und ihre Familien den Tag mit einem kleinen Grillfest. Timo Lämmerhirt

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