Flüchtlingsdrama in Griechenland: Dortmund könnte kurzfristig 1000 Migranten aufnehmen

mlzMigration

Falls es angesichts der angespannten Lage an der griechisch-türkischen Grenze zu einem neuen Flüchtlingsstrom kommen sollte, hätte Dortmund Kapazitäten, um zusätzliche Migranten aufzunehmen.

Dortmund

, 05.03.2020, 04:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem die Türkei die Grenzen zur EU für Migranten für offen erklärt hat, wächst der Druck an der türkisch-griechischen Grenze - und damit die Möglichkeit, dass auch nach Dortmund wieder Flüchtlinge kommen könnten.

Noch sei die Frage nicht so richtig relevant, man müsse abwarten, sagt Oberbürgermeister Ullrich Sierau auf Anfrage. Sollte sich die Lage verschärfen, „können wir schnell reagieren“.

Das habe Dortmund bereits 2015 bewiesen, als die Stadt vor der Landesregierung einen Krisenstab gebildet habe und von NRW-Innenminister Ralf Jäger zur Drehscheibe für die Verteilung der Flüchtlinge erklärt wurde.

„Wir sehen uns gut aufgestellt“

Dortmund habe seine Aufnahmekapazitäten behutsam zurückgefahren, ergänzt Sozialdezernentin Birgit Zoerner. Die könne man schnell wieder aufbauen: „Wir sehen uns gut aufgestellt.“

Jetzt lesen

Laut Stadtdirektor Jörg Stüdemann hat die Stadt kurzfristig 1000 Aufnahmeplätze in der Hinterhand. Geschlossene Einrichtungen wie im Ex-Kreiswehrersatzamt an der Leuthardstraße und der früheren Hauptschule Derne in Scharnhorst könnten wieder hochgefahren werden.

Mahnwache an der Reinoldikirche

Migration liege in der Dortmunder DNA, stellt Sierau fest. „Diese Stadt lebt seit Jahrhunderten von dem Rhythmus der Zu- und Wegwanderung.“ Es finde auch international Anerkennung, dass Dortmund damit „klar und gelassen“ umgehe.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt