Förderschule Am Marsbruch erneuert Kooperation mit Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen

mlzSchule aktiv für Unicef

Seit vielen Jahren ist die Förderschule am Marsbruch aktiv im Einsatz für die Einhaltung der Kinderrechte. Zwei Unicef-Mitarbeiter besuchten jetzt die Schule und brachten etwas mit.

Aplerbeck

, 12.03.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anke Wiezorrek und Susanne Kapalschinski staunten nicht schlecht, als Mechthild Miketta, Leiterin der Schule am Marsbruch, die lange Liste an Aktivitäten vortrug, die ihre Schule schon für das Unicef-Kinderhilsfwerk auf die Beine gestellt hat. So gibt es seit 2011 schon den großen Spendenlauf für Unicef, an dem alle drei LWL-Förderschulen am Marsbruch teilnehmen. Seitdem fand er in jedem Jahr statt. Auch das Datum für 2019 steht schon fest. Es wird der 8. Juli sein - mit hochkarätigen Überraschungsgästen aus dem Bereich Sport.

Der Einsatz für Unicef ist umso erstaunlicher, da es sich bei allen Schülern um Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung handelt. „Es ist ihnen wichtig zu zeigen, dass sie auch ihren Teil für einen guten Zweck beitragen können“, sagt Mechthild Miketta. Fächer- und klassenübergreifend werden an der Förderschule Themen in Sachen Kinderrechte gesetzt. Mal intensiver, mal weniger - je nachdem wie es um die Beeinträchtigungen der einzelnen Schüler bestellt ist. „Aber alle sind mit großem Eifer bei der Sache, und sie kennen sich schon ganz gut aus“, sagt Mechthild Miketta.

Auch beim Spendenlauf der Schulen im Sommer ist Unicef mit einem Stand vertreten.

Auch beim Spendenlauf der Schulen im Sommer ist Unicef mit einem Stand vertreten. © Jörg Bauerfeld

Die Klasse 3b arbeitet am „Sevengardens-Projekt“

Das gilt auch für die Schüler und Schülerinnen der Klasse 3b. Hier läuft gerade das „Sevengardens-Projekt“. Es geht um nachhaltige Entwicklung von Wirtschaftskreisläufen bei denen die Schüler beispielsweise lernen, aus Pflanzen, die sie teilweise im eigenen Schulgarten anbauen, Farben herzustellen und damit einfache Stoffe oder Papier zu färben. „Hierbei hatten wir auch die Begleitung eines Kollegen aus Südafrika, der im letzten Jahr zu Gast bei uns an der Schule war“, sagt Mechthild Miketta.

Das Färber-Projekt und die vielen anderen Aktionen brachten der Förderschule am Marsbruch jetzt die Erneuerung des Siegels „Schule aktiv für Unicef“. Anke Wiezorrek und Susanne Kapalschinski, passend gekleidet in den blauen Unicef-T-Shirts, brachten das große quadratische Siegel persönlich vorbei. Dazu noch eine Kiste voller Luftballons und ein großes Banner, das in der Schule einen Ehrenplatz erhalten wird.

Die Auszeichnung gilt für drei Jahre

„Die Auszeichnung gilt für drei Jahre, dann muss sie erneuert werden“, sagt Unicef-Mitarbeiterin Anke Wiezorrek. „Wenn wir merken, dass eine Schule regelmäßige Veranstaltungen zum Thema Kinderrechte durchführt und Interesse haben, schulaktiv für Unicef zu werben, dann sprechen wir die Schule an, ob sie nicht ‚Schule aktiv für Unicef‘ werden will.“

Zum ersten Mal war dies im Jahr 2015. Da hatte sich die Schule am Marsbruch für das Siegel beworben - und es auch bekommen. „Unsere Kinder sind unheimlich sensibilisiert als Kinder in einer schon besonderen Situation. Sie haben da wirklich ein Auge für, wie es den Kindern auf der Welt und in ihrer Umgebung so geht“, sagt Mechthild Miketta.

In die Förderschule gehen Schüler aus 23 Nationen

Die Förderschule am Marsbruch besuchen mittlerweile Schüler aus 23 Nationen. „Eine bunte Schulgemeinschaft“, so Miketta. Das Thema Kinderrechte sei an der Schule ein sehr lebendiges Thema, „Es verändert sich hier immer viel, da wir zahlreiche Schüler und Schülerinnen, die zugewandert oder auch geflüchtet sind und bei uns dann in die Schulgemeinschaft kommen“, sagt Mechthild Miketta.

Und was hat die Schule am Marsbruch von der Unicef- Auszeichnung? In erster Linie Anerkennung. „Für die Schüler ist es wichtig zu einer großen internationalen Gemeinschaft zu gehören und für uns Lehrkräfte ist es wichtig zu sagen, dass das auch ein ganz wesentlicher Teil politischer Erziehung ist“, sagt Mechthild Miketta.

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