Folge des Coronavirus: Erste E-Scooter-Verleiher stellen Betrieb in Dortmund ein

mlzEuropaweite Maßnahme

Die E-Scooter sind im Dortmunder Stadtbild allgegenwärtig. Doch auch vor den Rollern macht das Coronavirus keinen Halt. Die ersten Anbieter reagieren und stellen ihren Service ein.

Dortmund

, 20.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Türklinken, Treppengeländer, Haltegriffe und E-Scooter haben eines gemeinsam: Sie bieten eine tolle und große Verbreitungsfläche für Viren aller Art. Wegen der derzeitigen Entwicklung rund um das Coronavirus reagieren daher nun auch die E-Scooter-Verleiher. Die ersten setzen ihr Angebot vorübergehend aus.

Aufgrund der Tatsache, dass in Dortmund viele Geschäfte und Unternehmen ihre Türen für den direkten Kundenbetrieb bereits geschlossen haben und für weite Teile des Einzelhandels mittlerweile ohnehin ein generelles Öffnungsverbot gilt, sind die Auswirkungen der Corona-Krise auch für die E-Scooter-Verleiher deutlich spürbar.

Service wird europaweit eingestellt

Die ersten Unternehmen setzen den Betrieb bis auf Weiteres komplett aus. Dabei handelt es sich um die Anbieter Lime und Circ. „Wir haben beschlossen, mit unserem Service in weiten Teilen von Europa vorübergehend zu pausieren“, erklärt Florian Anders, Pressesprecher von Lime.

Die grünen E-Scooter des Unternehmens würden in Dortmund demzufolge in den nächsten Tagen von Mitarbeitern eingesammelt. „Wir gehen davon aus“, so Anders, „dass bis zum Ende der Woche alle Fahrzeuge in die Lagerhäuser gebracht worden sind.“ Damit wolle man in den aktuellen Zeiten zur Sicherheit der Kunden, aber auch der Angestellten vor Ort beitragen.

Die wirtschaftlichen Folgen könne man zum jetzigen Zeitpunkt derweil noch nicht absehen. Man sieht sich aber in einer guten Position, um die Krise zu überstehen, betont der Pressesprecher.

„So schnell wie möglich wieder Alternative anbieten.“

Anderes Unternehmen, vergleichbares Vorgehen: Auch bei der Firma Circ beantwortet man die derzeitige Ausnahmesituation mit der Einstellung des Betriebes. Hier ist das Unternehmen allerdings schon einen Schritt weiter: „Wir haben alle unsere Roller bereits Anfang der Woche eingesammelt. Allerdings ist das Ganze für uns auch Neuland“, unterstreicht Sprecher Fabian Lebersorger.

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Darüber hinaus stehe man im engen Austausch mit den betroffenen Städten. Laut Lebersorge will man „so schnell wie möglich wieder die bewährte Transportalternative anbieten“. Man sei aber „absolut im Einklang mit den Entscheidungen der lokalen Behörden.“

Neben den Betrieben Lime und Circ ist in Dortmund auch die Firma Tier auf dem Gebiet des E-Roller-Verleihs tätig. Informationen darüber, wie das dritte große Unternehmen mit der anhaltenden Entwicklung umgeht, waren bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels am Donnerstagnachmittag (19. März) nicht zu bekommen.

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