Forensik-Patient flieht auf der A44 – Polizeihund stellt ihn

Große Polizei-Suchaktion

Ein Patient der psychatrischen LWL-Klinik hat bei seiner Verlegung nach Lippstadt einen spektakulären Fluchtversuch unternommen. An einer Raststätte entkam er, wurde aber später gefasst.

Werl

, 04.02.2019, 16:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dem 25-Jährigen gelang gegen 11 Uhr an der A44-Raststätte „Am Haarstrang“ bei Werl-Süd die Flucht. Der Mann sollte von der LWL-Klinik Dortmund ins LWL-Zentrum für forensische Psychiatrie in Lippstadt-Eickelborn transportiert werden.

Etwa auf der Hälfte der rund 60 Kilometer langen Fahrt täuschte der Patient einen „internistischen Notfall“ vor, sagt Pressesprecher Thorsten Fechtner, Pressesprecher des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Er überwältigte seine Begleiter und floh zu Fuß. Wie genau ihm das gelang, ermittelt die Polizei.

Hubschrauber aus Dortmund kommt zur Unterstützung

„Die Polizei war schnell mit starken Kräften vor Ort um den Gefangenen aufzufinden. Unter anderem wurden Diensthunde und ein Hubschrauber

eingesetzt“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei im Kreis Soest zu dem Vorfall. Der Hubschrauber kam aus Dortmund.

Gegen 12.30 Uhr wurde der Mann in der Nähe von Schlückingen, einem Ortsteil von Wickede (Ruhr), durch Polizeihündin „Rumba“ gestellt und von den Beamten festgenommen.

Nach Angaben des LWL handelt es sich bei dem 25-Jährigen drogenabgängigen Mann nicht um einen Gewalt- oder Sexualstraftäter.

Psychiatrie-Sprecher: „Es bestand keine Gefahr für die Bevökkerung“

„Nach Einschätzung der Fachleute bestand keine Gefahr für den Bürger“, sagt LWL-Sprecher Thorsten Fechtner. Der Fahrdienst wurde von der LWL-Klinik in Aplerbeck organisiert. Solche Verlegungen werden in gesicherten Transportern durchgeführt.

Der Fall werde innerhalb des Landschaftsverbands in den nächsten Tagen analysiert. „So etwas sollte nicht passieren“, sagt Thorsten Fechtner.

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