Eichenprozessionsspinner befällt Fredenbaumpark und Ostfriedhof

mlzBrennhaar-Raupen

Der Fredenbaumpark war im vergangenen Jahr wegen des Eichenprozessionsspinners zeitweise gesperrt. Jetzt sind der Park und andere Orte wieder befallen – doch die Strategie der Stadt hat sich geändert.

Dortmund

, 29.06.2020, 11:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Saison des Eichenprozessionsspinners läuft – Ende Juni wurden die Raupen mit den Brennhaaren auch am Fredenbaumpark und am Ostfriedhof gesichtet.

Noch im vergangenen Jahr waren Teile von Parks wegen der giftigen Tiere mehrere Wochen lang gesperrt. Doch in diesem Jahr fährt die Stadt grundsätzlich eine andere Strategie: Statt auf Absperrung setzt sie in diesem Jahr mehr auf einheitliche Warnschilder.

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Die Gefahr der Raupen sei den meisten Dortmundern „durch die starke und wichtige Berichterstattung in den Medien schon im vergangenen Jahr“ mittlerweile bekannt, sagte Stadtsprecher Christian Schön am Donnerstag (25.6.) auf Anfrage. Daher reiche es oft aus, bei einem Befall Warnschilder aufzustellen.

Schilder sind kein Verbot, sondern eine Warnung

Das zählt für die Stadt vor allem für Grünanlagen, Parks, Friedhöfe und Wälder. Die Schilder sind einheitlich und temporär und markieren ausdrücklich kein Verbot, sondern eine Warnung. Auch der Befall am Fredenbaumpark und Ostfriedhof sei der Stadt bereits bekannt und ausgeschildert, sagte Schön.

Dass Bürger der Stadt über den sogenannten Raupenmelder über E-Mail und Telefon einen Befall melden können, funktioniere zudem sehr gut.

„Auf Absperrungen kann daher fast völlig verzichtet werden“, sagte er. Denn Absperrungen will man in diesem Jahr weitestgehend vermeiden. An sensibleren Orten wie Kitas, Schulen oder Altenheimen seien sie aber nicht auszuschließen.

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Parks dagegen haben für die Stadt eine weit weniger hohe Priorität für das Absaugen. Das liege auch daran, dass man dem Befall meist gut aus dem Weg gehen könne. „Wer sich der Gefahr nicht aussetzen möchte, weil er vielleicht schon im vergangenen Jahr Hautausschlag bekommen hat, sollte die betroffenen und beschilderten Bereiche vermeiden“, sagte Christian Schön.

Es gibt aber auch eine positive Nachricht: „Im Fredenbaumpark ist der Befall bislang deutlich geringer, als man nach dem starken Befall 2019 hätte annehmen können“, sagte Christian Schön.

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Christian Schön hat für die befallenen Parks aber noch einen kurios anmutenden, aber nahe liegenden Tipp parat: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

„Wer sowieso eine Maske dabei hat, kann sich zumindest vor dem Einatmen der Haare schützen“, sagte Schön. Vor allergischen Reaktionen in den Augen und auf der Haut schützt das aber nicht.

Westbad in Dorstfeld vorerst geschlossen

Bisher sei es noch gar nicht zu Absperrungen gekommen, da die sensiblen Orte immer umgehend abgesaugt werden konnten. Doch trotz neuer Strategie ist es am Montag (29.6.) jetzt doch zur ersten Sperrung wegen des Eichenprozessionsspinners gekommen: Sie betrifft das Westbad in Dorstfeld.

Wie die Stadt am Montag mitteilt, seien die Bäume rund um das Westbad aktuell stark befallen. „Da der Eingang ins Bad nicht auf anderen Wegen erreicht werden kann, haben die Sport- und Freizeitbetriebe der Stadt Dortmund das Bad vorerst geschlossen“, heißt es in der Mitteilung. Die Absaugung sei bereits in Auftrag gegeben worden.

Hinweis auf Update, 29.6., 17.43 Uhr: In einer ersten Version von Montagmittag (29.6.) hatten wir geschrieben, dass es noch keine Sperrungen gegeben hat. Die Mitteilung über das geschlossene Westbad erreichte uns erst nach Veröffentlichung.

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