Willkommene Erfrischung: Im Volkspark und den anderen Freibädern in Dortmund ist es am Donnerstag voll gewesen. © Dieter Menne
Hitze

Freibäder in Dortmund waren ausgebucht – rein konnte man mit Glück trotzdem

Die Freibäder in Dortmund sind voll gewesen am bisher heißesten Tag des Jahres 2021. Einige waren schon im Vorfeld ausgebucht. Allerdings: Manchmal kann man doch noch rein.

Wie viele Menschen sind jetzt gerade in den Freibädern in Dortmund? Wer es genau wissen will, muss auf diesen Bildschirm schauen. Jörg Husemann, einer der Geschäftsführer der Sportwelt, klickt sich ein paar Mal durch.

Etwa 1200 Tagestickets gibt es beispielsweise für das Volksbad auf der Internet-Seite der Sportwelt – und auch nur da, nicht an der Tageskasse. Man muss Abstand halten im Freibad, in den Durchgängen und Innenräumen auch Maske tragen, ansonsten ist aber fast alles wie vor Corona.

Wer ein Ticket hat, kann den ganzen Tag bleiben

Die Pommes-und-Eis-Schlange wächst. Wasser spritzt aus dem Becken. Nur auf der Liegewiese ist es etwas leerer als noch 2019. Was auch damit zu tun hat, dass eben nicht 1200 Menschen hier sind.

723 sind es, als Husemann auf seinen Bildschirm schaut um kurz nach 16 Uhr. Wer ein Ticket kauft, hat kein bestimmtes Zeitfenster gebucht, sondern dürfte theoretisch den ganzen Tag bleiben. Nicht alle sind gleichzeitig da.

Etwa 1200 Menschen dürfen pro Tag ins Volksbad am BVB-Stadion. Aber: Nicht alle sind zeitgleich da.
Etwa 1200 Menschen dürfen pro Tag ins Volksbad am BVB-Stadion. Aber: Nicht alle sind zeitgleich da. © Björn Althoff © Björn Althoff

Geht jemand raus, wird ein Platz frei

Manche kommen vielleicht erst später. Und wenn jemand geht, verschwindet das rote „100 Prozent – ausverkauft“ auf der Seite, auf der man Tickets kaufen kann.

Wer geht, macht einen Platz frei. Ab diesem Moment kann jemand anderes bei der Sportwelt ein Tagesticket buchen.

Und geklickt wird durchgehend: 16:01 und 23 Sekunden. 16:01 und 31 Sekunden – wenn es so heiß ist wie am Donnerstag, gehen die Online-Anfragen in diesem Tempo ein. Gut möglich also, dass es am Freitag kaum noch Karten gibt für das nächste heiße Wochenende. Und dann wird der nächste Wert auf Husemanns Bildschirm wichtig.

Wie viele Besucher gehen früher? Unterschiedlich

Nur fünf Besucher hatten am Donnerstag bis 16 Uhr das Freibad Hardenberg verlassen, im Froschloch waren es rund 30. Für das Volksbad indes lag der Wert im dreistelligen Bereich. Logisch: Näher Das Bad liegt näher an der Innenstadt.

Viele Besucher kommen mit dem Fahrrad. Außerdem macht das Bad täglich schon um 8 Uhr auf, genau wie das andere beheizte Freibad der Sportwelt in Wellinghofen. Die nicht beheizten – Froschloch und Hardenberg – öffnen werktags um 13 Uhr, am Wochenende um 10 Uhr. Ohnehin: „Vormittags ist es hier total leer“, sagt Husemann.

Neu: Tickets für Frühschwimmer

Deshalb testet man bei der Sportwelt nun direkt das nächste Ticket aus: eins für Frühschwimmer, gültig von 8 bis 11 Uhr. Wer das bucht, kommt nach 10 Uhr allerdings nicht mehr rein. Und wenn man länger bleibt?

Na ja, das falle auf und führe im Zweifelsfall zu Ärger, unterstreicht er. Denn man müsse ja beim Verlassen des Bades auschecken mit dem QR-Code auf der Eintrittskarte. „Und das merken wir dann sofort“, verdeutlicht Husemann.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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