Die Angeklagte muss als Auflage 100 Stunden Sozialarbeit ableisten. © Martin von Braunschweig
Urteil am Landgericht

Freier in Sex-Falle gelockt: Bewährungsstrafe für 19-Jährige

Eine 19-jährige Frau hat sich als Prostituierte ausgegeben, mehrere Freier in eine Sex-Falle gelockt und sie bestohlen. Jetzt hat das Dortmunder Landgericht das Urteil gesprochen.

Die Angeklagte hatte im Prozess vor der 36. Strafkammer zugegeben, ihren gemeinen Plan zusammen mit zwei Komplizen in die Tat umgesetzt zu haben. Danach schaltete die 19-Jährige auf dem Online-Portal „markt.de“ Anzeigen, in denen sie mit sexuellen Dienstleistungen gegen Bezahlung warb.

Kaum hatte ein Interessent angebissen, verabredete sich die angebliche Prostituierte mit ihm in dessen Wohnung oder in einem Hotel. Dort wurde dann erst das Finanzielle geregelt, ehe die Frau die Freier noch einmal unter die Dusche schickte. Diese Gelegenheit nutzte die 19-Jährige dann zur Flucht.

Komplizen schlugen zu

Kam es doch einmal vor, dass ein Mann die Flucht bemerkte, sollte dieser das schmerzhaft bezahlen. Dann nämlich alarmierte die Frau ihre beiden vor der Tür wartenden Komplizen, die brutal die Fäuste schwingen ließen. Einem Freier wurde durch heftige Schläge und Tritte der Arm gebrochen.

Weil die Angeklagte sämtliche Taten gestanden hatte und sich die brutale Gewalt ihrer Mittäter nicht in jedem Fall zurechnen lassen musste, blieben die Richter am Ende bei einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Als Auflage muss die Angeklagte 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

Einer der Mittäter ist bereits in einem gesonderten Prozess zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

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