„Fridays for Future“ demonstriert an zentralem Ort in Dortmund

Kundgebung

Die Umweltbewegung Fridays for Future hat am Freitag eine Kundgebung an einem Platz in der Dortmunder Innenstadt durchgeführt. Es ging um die Aktivitäten einer bekannten Bank - weitere sollen folgen.

Dortmund

, 14.05.2021, 13:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Dortmunder Zweig der „Fridays for Future“-Bewegung hat vor der Commerzbank-Filiale auf dem Hansaplatz gegen das Geschäftsverhalten der Bank protestiert.

Der Dortmunder Zweig der „Fridays for Future“-Bewegung hat vor der Commerzbank-Filiale auf dem Hansaplatz gegen das Geschäftsverhalten der Bank protestiert. © Oliver Schaper

Seit dem Klimastreik im März hat die „Fridays for Future“-Bewegung in Dortmund keine eigene Kundgebung mehr abgehalten. Das hat sich kurzfristig am Freitag (14.5.) geändert: Ab 16 Uhr demonstrierten die Umwelt-Aktivisten vor einer Bank-Filiale in der Innenstadt.

Die Kundgebung fand vor der Commerzbank-Filiale auf dem Hansaplatz statt. Der Anlass war die Jahreshauptversammlung der Bank am kommenden Dienstag (18. Mai).

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„Die Commerzbank befindet sich derzeit in einer gewissen Umbauphase. Wir haben die Hoffnung, dass sie sich in Zukunft nachhaltiger ausrichtet“, erklärt Sarah Mack von dem Dortmunder Zweig von „Fridays for Future“.

Verhalten der Commerzbank sei „unverschämt und verantwortungslos“

„Die Commerzbank hat sich offiziell zum Pariser Klimaabkommen bekannt, während sie in den letzten Jahren ihr Finanzierungsvolumen in fossile Energieträger verdreifacht hat. Ein solches gegensätzliches Verhalten ist unverschämt und verantwortungslos gegenüber den jüngeren Generationen weltweit“, sagt Sarah Mack.

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Die Finanzierung von Unternehmen, die in irgendeiner Form mit fossilen Energien zu tun haben, müsse gestoppt werden. Zudem sei die Außendarstellung der Bank als klimaneutral und zukunftsorientiert nichts weiter als Greenwashing und eine Täuschung der Kunden und Anleger.

keine 20 Aktivisten bei Kundgebung vor Commerzbank auf dem Hansaplatz

„Die Commerzbank ist die Bank, die in Deutschland am meisten Geld in Kohle investiert“, sagt Aktivistin Sarah Mack. „Wir fordern, dass Unternehmen, die in Projekten mit fossilen Energieträgern involviert sind, konsequent aus Finanzierungen und Investitionen der Bank gestrichen werden. Stattdessen sollte das Geld in erneuerbare Energien fließen, um die Energiewende voranzutreiben. Eine Finanzwende muss stattfinden.“

Laut der Dortmunder Polizei waren 100 Teilnehmer für die Kundgebung angekündigt. Am Ende kamen am späten Freitagnachmittag aber deutlich weniger - es waren keine 20.

Anmerkung der Redaktion (14. Mai, 18.39 Uhr): In einer ersten Fassung dieses Artikels haben wir die Demonstration an dieser Stelle angekündigt. Den Text haben wir entsprechend aktualisiert, nachdem die Kundgebung abgeschlossen war.

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