Friedensgebet soll Religionen miteinander versöhnen

Bunt statt Braun

Zumindest für ein paar Stunden wird am Sonntag (3.9.) die Halde Schleswig geöffnet sein, und Interessierte können einen Blick auf das herrliche Panorama werfen, das man von da aus hat: Zum zweiten Mal findet dort das „Friedensgebet der Religionen“ innerhalb der Aktion „Bunt statt Braun“ gegen Rechtsextremismus statt.

NEUASSELN

von Andreas Schröter

, 29.08.2017, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sind beteiligt am Friedensgebet der Religionen auf der Halde Schleswig (v.l.) der katholische Pfrarrer Ludger Keite, Naciye Kamcili-Yildiz als Vertreterin der Muslime, die evangelischen Pfarrer Sandra Sternke-Menne und Tong Rosiepen, Thomas Kisters vom Stadtbezirksmarketing und Bezirksverwaltungsstellenleiter Dietmar Kraushaar.

Sind beteiligt am Friedensgebet der Religionen auf der Halde Schleswig (v.l.) der katholische Pfrarrer Ludger Keite, Naciye Kamcili-Yildiz als Vertreterin der Muslime, die evangelischen Pfarrer Sandra Sternke-Menne und Tong Rosiepen, Thomas Kisters vom Stadtbezirksmarketing und Bezirksverwaltungsstellenleiter Dietmar Kraushaar. © Foto: Andreas Schröter

Es steht unter dem Motto „Vergebung, Versöhnung, Verheißung“ und soll Menschen aus unterschiedlichen Religionen zusammenbringen – denn, wie es Pfarrer Ludger Keite von der katholischen St.-Clemens-Gemeinde ausdrückt: „Ein Weltfrieden ist nur möglich, wenn es auch Frieden zwischen den Religionen gibt.“

Kleine Einführung

Ab 12 Uhr wird der Zugang zur Halde von der Aplerbecker Straße 133 aus geöffnet sein. Dort wollen Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka und Ludger Fantini von Thyssen-Krupp als Besitzer der Halde eine historische Einführung geben. Eine Frage, die dann sicher kommt, lautet: „Wann wird die Halde für die Öffentlichkeit freigegeben?“ Bezirksverwaltungsstellen-Leiter Dietmar Kraushaar gab am Dienstag schon die Antwort: „nicht absehbar.“

Beim Friedensgebet selbst (ab 13 Uhr) mit Vertretern vieler unterschiedlicher Religionen werden Luftballons für den Frieden in den Himmel steigen, der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Brackel gibt ein Platzkonzert, und es gibt eine kleine Verköstigung.

Für alle, denen der Weg auf die Halde zu anstrengend ist, stellt die Evangelische Gemeinde einen Shuttlebus zur Verfügung.

Gutes Netzwerk

Thomas Kisters vom ebenfalls beteiligten Stadtbezirksmarketing Brackel lobt das gute Netzwerk in Brackel. Für dieser Veranstaltung – wie für viele andere – haben wieder viele unterschiedliche Brackeler Institutionen an einem Strang gezogen.

Beteiligt sind: evangelische und katholische Kirche, Vertreter der muslimischen Gemeinde, die jüdische Gemeinde, die eritreisch-orthodoxe Kirche und die koptisch-orthodoxe Kirche. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass die Halde nur von 12 bis gegen 15 Uhr geöffnet sein wird.
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