Früherkennung, Prävention, Therapie bei Hauttumoren

26.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lütgendortmund Sie hat eine Fläche von 1,7 Quadratmetern und ist unser größtes Körperorgan: die Haut. Hautkrebs hat in den letzten Jahren hohe Zuwachsraten erreicht. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen liegt in Deutschland bei rund 100 000. Als häufigster Verursacher von Hautkrebs gelten die UV-Strahlen der Sonne, jedoch können auch genetische Faktoren eine Rolle spielen.

Um Früherkennung, Prävention und Therapie der häufigsten bösartigen Hauttumore geht es am Donnerstag (4.10.) beim nächsten Gesundheitsforum Lütgendortmund. Dr. Martin Reifenrath, Fachbereichsleiter der Plastischen Chirurgie am Evangelischen Krankenhaus, Volksgartenstraße 40, informiert ab 18 Uhr, wie man Vorstufen von Hautkrebs selbst erkennen kann und mit welchen medizinischen Möglichkeiten eine Diagnostik beim Arzt erfolgt.

Ein Schwerpunkt des Vortrages ist der Bereich der operativen Therapie. Da der Hautkrebs häufig im Bereich des Gesichtes auftritt, spielen auch plastisch-ästhetische Faktoren bei der Behandlung eine große Rolle. "Denn gerade bei Operationen im sichtbaren Bereich ist es von Bedeutung, neben einem guten medizinischen auch ein gutes ästhetisches Ergebnis zu erzielen", so der Chirurg, der beim Vortrag von Oberarzt Dr. Volker Rippmann und Dr. Miriam Köller unterstützt wird.

Am häufigsten verbreitet ist das so genante Basaliom (auch Basalzellkrebs). Es befällt vorwiegend das Gesicht und kann durch ungehemmtes Wachstum angrenzende Strukturen zerstören. Das Plattenepithel-Karzinom (auch Stachelzellkrebs) ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor, der auch an Schleimhäuten wie Mund oder Kehlkopf auftreten kann. Die gefährlichste Hautkrebserkrankung aber ist das Melanom. Der so genannte "schwarze Hautkrebs" ist für einen Großteil der Hautkrebs-Todesfälle verantwortlich. Rund 2000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an seinen Folgen. Und das völlig unnötig - denn rechtzeitig erkannt, ist auch der schwarze Hautkrebs heilbar.

Anmeldungen zum Gesundheitsforum unter Tel. 6 18 80.

Lesen Sie jetzt