Für die Emscher aus Südkorea angereist

03.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwar fünf Minuten zu spät, aber mit viel Schwung und Interesse kam gestern die 16-köpfige Delegation aus Südkorea am Westfalenpark an.

Dort erwarteten sie Rainer Mackenbach und Wilhelm Grote vom Umweltamt Dortmund. Was das Umweltamt mit einer südkoreanischen Delegation zu tun hat? "Die Regierungsmitarbeiter interessieren sich für den Strukturwandel im Ruhrgebiet, aber noch stärker für die Renaturierung der Emscher und die Kläranlagen", erklärt Mackenbach. "In Südkorea gibt es ähnliche Strukturen, also Abwasserkanäle unter der Straße. Dort denkt man nun darüber nach, die Kanäle zu sanieren und zu renaturieren."

Da die Emscher streckenweise schon renaturiert ist, besuchten die Vertreter der 16 südkoreanischen Provinzen auf ihrer Europa-Reise gestern Dortmund. Nach einem Vortrag im Umweltamt über Dortmund und Umweltschutz, besichtigten sie das Emscher-Klärwerk in Deusen. Am Westfalenpark konnten sie die Emscher sowohl in alter als auch in renaturierter Form sehen. Anschließend nahmen sie verschiedene Parkanlagen in Augenschein.

Das Umweltamt empfängt gelegentlich Gäste aus dem Ausland. Die Delegation wurde allerdings nicht vom Umweltamt eingeladen, sondern Dong Sub Yi hatte vor rund vier Wochen den Kontakt hergestellt. Er studierte von 1984 bis 1991 Raumplanung an der Uni Dortmund und promovierte dort sogar. Heute ist er für den Umweltschutz in der südkoreanischen Regierung tätig.

Für die Verständigung zwischen Besuchern und Gastgebern sorgte ein Dolmetscher. Grote: "Um Missverständnisse zu vermeiden, legen wir großen Wert darauf, dass unsere Gäste einen Dolmetscher für ihre Muttersprache haben." jus

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