Für die U-Turm-Tauben gelten jetzt Corona-Regeln. © Julien März
„Fliegende Bilder“ am U

Für die Tauben am U-Turm gelten jetzt Corona-Regeln

Seit zehn Jahren zeigen die Tauben in den „Fliegenden Bildern“ von Adolf Winkelmann hoch am U-Turm die volle Stunde an. Jetzt gelten für die virtuellen Tiere auch die Corona-Regeln.

Mancher Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und Zugfahrer musste am Donnerstag schon zweimal hinschauen: Irgendetwas ist anders bei den „Fliegenden Bildern“ am U-Turm, die inzwischen ein Dortmunder Wahrzeichen geworden sind.

Wer genau hinschaut, enteckt: Zwischen den Tauben ist Flatterband gespannt. Die Brieftauben, die seit zehn Jahren zu jeder vollen Stunden auf dem U-Turm erscheinen, sind auf Abstand gegangen. Der Dortmunder Filmemacher Adolf Winkelmann, der „Schöpfer“ der „Fliegenden Bilder“, hat den Tauben ein Hygienekonzept verordnet.

Tauben und Flatterband: So sieht die Installation von Adolf Winkelmann in coronagerechter Form aus.
Tauben und Flatterband: So sieht die Installation von Adolf Winkelmann in coronagerechter Form aus. © Adolf Winkelmann © Adolf Winkelmann

Als Botschafter in Pandemie-Zeiten wird der U-Turm schon länger genutzt. Seit Mitte März hat Adolf Winkelmann Schilder mit der Aufschrift „Bitte Abstand halten“ in die „Fliegenden Bilder“ eingebaut. Jeder, der die Bilder sieht, wird so an die zentrale Regel zum Schutz vor Corona erinnert.

Jetzt ist der Künstler noch einen Schritt weiter gegangen: „Coronabedingt habe ich die Anzahl der Tauben auf die Hälfte reduziert“, erklärt Adolf Winkelmann. „Da auch in luftiger Höhe die Abstandsregelung bewahrt werden muss, ist jetzt jeder zweite Platz gesperrt. Diese Maßnahme gilt vorbehaltlich anderslautender Verordnungen.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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