Gähnende Leere auf der Theresenstraße: Darum klafften große Lücken zwischen den Kirmesbuden

mlzBartholomäus-Kirmes

Kaum eine Kirmesbude stand während der Bartholomäus-Kirmes auf der Theresenstraße. Viele vermuten den Brandschutz als Grund für die fast leergefegte Straße. Doch die Ursache ist eine andere.

Lütgendortmund

, 27.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gerade einmal drei Stände standen bei der 660. Bartholomäus-Kirmes auf der Theresenstraße. „Noch vor einigen Jahren waren es sechs Stände mehr“, sagt Schausteller Patrick Arens. Seit dieser Kirmesbereich derart ausgedünnt ist, verirren sich nur noch wenige Besucher auf die Theresenstraße.

Die Wirtin der Gaststätte „Zur Alten Post“, Bianca Tix, hat deshalb sogar ihren Bierstand aufgegeben. „Hier ist doch alles leer, hier spielt sich nichts mehr ab“, sagt sie. „Früher standen hier ein Kinderkarussell und eine Losbude, jetzt haben wir hier nur noch Lücken.“

Schausteller müssen „am Ball bleiben“

Bianca Tix vermutet den Brandschutz als Grund für die Leere in der Theresenstraße. „Das kann natürlich gut sein“, sagt Patrick Arens. „Die Straße ist ziemlich schmal und die Feuerwehr muss natürlich die Situation vor Ort bewerten.“ Wenn dann Stände wegfallen, diene das schließlich auch der Sicherheit der Veranstaltung.

Dennoch: Für Schausteller und „Fressbuden“ stelle die Situation in der Theresenstraße eine Herausforderung dar. „Wir müssen am Ball bleiben, damit der Bereich nicht ganz ausstirbt“, erklärt Arens. „Das Kirmes-Flair ist an der Stelle schon kaputt gegangen.“

Kirmesbuden bleiben aus wirtschaftlichen Gründen weg

Doch Patrick Arens weiß auch, dass zumindest drei der inzwischen fehlenden Kirmesbuden aus wirtschaftlichen Gründen die Segel streichen mussten. Insbesondere die Großverlosung habe immer viele Kirmesbesucher in die Theresenstraße gelockt - als die wegfiel, blieben auch die Besucher für die anderen Buden weg.

Aber warum wirkte die Theresenstraße in diesem Jahr besonders leer? Mussten tatsächlich Stände aus Brandschutzgründen weichen? „Nein“, sagt Marcus Wolff, Brandamtmann bei der Feuerwehr Dortmund. Er und seine Kollegen bewerten beispielsweise bei einer Kirmes die Brandschutzsituation vor Ort und erarbeiten ein Sicherheitskonzept.

2,50 Meter Abstand sind nötig

Marcus Wolff hat den Aufbauplan für die 660. Bartholomäus-Kirmes abgenommen. „Und wir haben daran nichts geändert.“ Wichtig sei für die Feuerwehr, dass es einen Weg von 2,50 Metern Breite gebe, den sie nutzen können - so groß muss der Abstand zwischen gegenüberliegenden Buden sein.

„Unser Augenmerk liegt dabei nicht nur auf Fahrgeschäften und Kirmesbuden, die alle mit Feuerlöschern ausgestattet sein müssen, sondern auch auf den Gebäuden rund um die Kirmes“, sagt Marcus Wolff. Denn auch an die muss die Feuerwehr im Notfall herankommen. Nach einer Ortsbegehung sei bei der Bartholomäus-Kirmes jedoch klar gewesen, dass es bezüglich des Brandschutzes keine Probleme gebe.

Stattdessen erklärt das Ordnungsamt der Stadt Dortmund als Kirmesveranstalter den Grund für die fast leere Theresenstraße: „Es fehlten zwei Stände, die kurzfristig abgesagt haben.“ Mit denen, die sich ohnehin nicht mehr angemeldet hatten, führte das zu den großen Lücken.

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