Ganz unterschiedliche Werke von 12 Künstlern aus Westfalen in der Big Gallery

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Die Ausstellung „Zeitfenster auf Kipp“ wird am Sonntag (17. 3.) in der Big Gallery eröffnet. Zwölf Künstler aus dem südlichen Westfalen zeigen dort ihre Arbeiten.

von Jonas Maximilian Wenz

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, 14.03.2019, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Foyer und in der Galerie des Gebäudes der Big-Krankenkasse an der Rheinischen Straße eröffnet am 17. März (Sonntag) um 11 Uhr die Ausstellung „Zeitfenster auf Kipp“. Der Bundesverband bildender Künstlerinnen und Künstler Westfalen (BBK) zeigt die Arbeiten von insgesamt zwölf Künstlern aus dem Verbandsbezirk Südliches Westfalen.

Fotos von Botschaften, die Liebende in Baumrinden ritzten

„Der Titel Zeitfenster ist passend für die Ausstellung,“ verrät Karl-Ulrich Peisker, Geschäftsführer des BKK Westfalen. Die Aussteller wollen vor allem Arbeiten von verschiedenen Künstlern zeigen, ohne zwingenden thematischen Bezug zu einander - auch medienübergreifend. Das Zeitfenster soll dabei den Blick des Künstlers auf seine Umwelt zum jetzigen Zeitpunkt zeigen. Darstellen, wie er seine Welt gerade jetzt wahrnimmt. „Die Künstler können hier einfach zeigen, was sie augenblicklich beschäftigt,“ so Peisker. So zeigen Malies Backhaus Fotografien Botschaften, die Liebende in Baumrinden ritzen. Um die rundliche Form der Baumrinde beizubehalten, hat sie die formatfüllenden Drucke auf gewölbtes Pappmaché aufgezogen. Und Ursel Decker wartet mit einem alternativen Ende vom Rotkäppchen auf.

Das Konzept der Ausstellung ist simpel: Künstlern aus den verschiedenen Bezirken des BKK die Möglichkeit geben, ihre Arbeit zu zeigen. Über einen Zeitraum von zwei Monaten im Jahr soll je Monat eine Region vorgestellt werden. Am vergangenen Sonntag (10. 3.) endete die Ausstellung der Hellweg-Region. Im kommenden Jahr sollen zwei weitere Regionen des BBK NRW an die Reihe kommen.

Auswahl durch Jury

Die ausgestellten Werke der zwölf Künstler aus der Region Südliches Westfalen wurden per Juryentscheid ausgewählt. Dabei ist zu betonen, dass nicht-ausgewählte Künstler des Verbandes qualitativ schlechter waren oder ausgewählte besser. Die Jury habe darüber entschieden, welche Werke am besten zusammenpassen. „Die Entscheidung ist definitiv nicht leicht gefallen,“ erläutert Brigitte Bailer, Vorsitzende des Künstlerverbandes.

Jedem Künstler war es freigestellt, mit welcher Arbeit er sich bewirbt. „Uns war es lediglich wichtig, dass man bei den Werken die Handschrift des jeweiligen Künstlers sieht,“ so Peisker.

Das Repertoire der Ausstellung ist breit gefächert. Sowohl Gemälde und Skulpturen als auch Fotografien sind ausgestellt. „Die Museen trennen ja verschiedene Darstellungsformen, wir nicht,“ sagt Bailer. Und Peisker ergänzt: „Alle Kunstwerke sind doch subjektive Eindrücke, die muss man nicht unterscheiden.“ Und das spiegelt der Eindruck auch wider, den man erhält, wenn man durch die Galerie schlendert. „Beim Aufbauen der Ausstellung hat man schon gesehen, wie toll die verschiedenen Arbeiten zusammenpassen,“ sagt Bailer.

Gute Kooperation

Seit sechs Jahren besteht die Kooperation zwischen dem Bundesverband bildender Künstlerinnen und Künstlern und der Big-Versicherung in Dortmund. „Wir sind über einen Tipp auf diese tolle Ausstellungsfläche aufmerksam geworden,“ erinnert sich Karl-Ulrich Peisker. Nicht nur wegen seiner Größe ist der Saal der Big Gallery gut für eine so große Auswahl verschiedener Darstellungsformen geeignet.

Die riesigen Dachfenster liefern Tageslicht, wodurch der Saal gut ausgeleuchtet ist, um die Kunstwerke im richtigen Licht zu sehen.

Auch die Leiterin der Unternehmenskommunikation der Big, Bettina Kiwitt, freut sich über die Zusammenarbeit. Es sei toll zu sehen, wie unterschiedlich die Künstler ihre Werke gestalten.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. April und kann montags bis freitags zwischen 8 und 17 Uhr und sonntags zwischen 13 und 17 Uhr besichtigt werden.

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