Ganz viel Rock-Musik in einer der ältesten Kirchen Dortmunds

mlzFestival in Georgskirche

Rockmusik statt Orgelklänge. In der Aplerbecker Georgskirche steht am 30. März wieder „Rock under the Cross“ auf dem Programm. Und zum ersten mal werden fünf Bands mit dabei sein.

Aplerbeck

, 07.03.2019, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist einfach eine coole Location. Über 850 Jahre alt ist das Gotteshaus an der Ruinenstraße. Die Wände sind schief, mit einem Pendel in der Ostseite im Kirchenschiff wird überprüft ob auch alle Steine an der richtigen Stelle bleiben. Das wird auch sicher so sein, wenn am 30. März die Bässe durch die Kirche wummern. Die mittlerweile 12. Auflage des Festivals „Rock under the cross“ steht auf dem Programm - und es gibt eine Neuerung. Denn zum ersten Mal gehen fünf Bands an den Start. Rock pur, über sechs Stunden lang.

Mitglieder der fünf Bands, die in der Georgskirche spielen, schauten sich in der alten Kirche schon einmal um.

Mitglieder der fünf Bands, die in der Georgskirche spielen, schauten sich in der alten Kirche schon einmal um. © Bauerfeld

Mit dabei sind:

KS (Kehr-Saite), Another Suggestion, HØRDE, Dinomites und Chaptr. Dabei geben KS und HØRDE ihre Premiere in der Aplerbecker Kirche. Die anderen Bands hatten schon das Vergnügen unter dem Kreuz zu spielen. Wobei die Dinomites extra aus Duisburg anreisen. Wichtig zu wissen: alle Bands verzichten auf eine Gage, um bei dem Festival, das sich schon über Dortmund hinaus einen Namen gemacht hat, mitzuspielen. Die Musik ist durchgängig rockig. Ein bisschen Indie, manchmal auch etwas soulig. 45 Minuten steht jede Band auf der Bühne, dann wird gewechselt. Wer das Festival eröffnet, steht aber noch nicht fest.

Beginn ist um 18 Uhr, Einlass um 17.30 Uhr. Karten gibt es nur an der Abendkasse zum Preis von vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Jugendliche unter 16 Jahren.

Kooperation mit der Evangelischen Kirchenjugend Schüren

Auch in diesem Jahr ist es wieder der Jugendausschuss der Evangelischen Georgsgemeinde, der das Festival ausrichtet. In Kooperation mit der Evangelischen Kirchenjugend aus Schüren, die für die Technik zuständig ist. Ton und Lichteffekte werden abgestimmt auf die alte Kirche.

Mittlerweile ist das Team der Georgsgemeinde schon recht routiniert in der Organisation des Festivals. Und so davon überzeugt, dass sich die Gemeinde auch beim Evangelischen Kirchentag, der vom 19. - 23. Juni in Dortmund stattfindet, beworben hat. „Wir haben uns mit dem Festival beworben“, sagt Jürgen Stemkowicz, Diakon und Gemeindepädagoge.

Enorme Auflagen beim Kirchentag

„Aber die Auflagen sind so enorm, dass wir das nicht bewältigen konnten“, erklärt Jürgen Stemkowicz. Zudem war der Ort wohl auch ein Problem. „Wir wollten Rock under the Cross nicht irgendwo in Dortmund machen, sondern nur hier in dieser Kirche“, sagt Stemkowicz. Also findet das Festival wieder wie gewohnt nun Ende des Monats in und an der Georgskirche statt. Und nicht im Juni. „Das hat auch sein Gutes“, sagt Stemkowicz. So dürfe man auch wieder Bier verkaufen. „Das ist beim Kirchentag nicht erlaubt.“

Aber natürlich wird es am Tag von „Rock under the Cross“ nicht nur Bier geben. Logisch, da auch jüngere Besucher angesprochen werden. So ist für allerlei alkoholfreie Getränke gesorgt. Die Getränke gibt es im Übrigen nur in der Kirche, davor gibt‘s was für Vegetarier und natürlich Currywurst mit Pommes.

Auch im Innenraum der Kirche wird sich einiges tun, bevor der erste Ton gespielt wird. Die Stühle kommen raus, Stehtische kommen rein und eine kleine Bühne wird im Altarraum aufgebaut. „Hier müssen wir uns auch einmal bei unserer Küsterin Kornelia Schellnock bedanken, die organisiert das alles für uns, so dass wir uns nur noch um die Technik kümmern müssen“, sagt Stemkowicz. Ein Vorteil ist auch, dass am nächsten Tag, einem Sonntag, kein Gottesdienst an der Ruinenstraße stattfindet. Der ist dann in der Großen Kirche.

„Es ist auch schön, dass wir immer noch die Zustimmung des Presbyteriums bekommen, das Festival auszurichten“, sagt Stemkowicz. Ein weiterer Pluspunkt: Es kann einmal gut durchgewischt werden durch das alte Gotteshaus, wenn alle Stühle raus sind und das Kirchenschiff leer ist.

Die Veranstalter rechnen mit rund 200 Besuchern bei Rock under the Cross. So wie in den vergangenen Jahren auch. Es darf gerockt werden!

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