Gefahr für Kinder: EDG Standort in Aplerbeck sorgt für Ärger

mlzScherben auf Spielplatz

Ein Altglascontainer der EDG steht an einem Spielplatz. Eigentlich kein Problem. Doch Scherben im Sandkasten und unter den Spielgeräten sprechen eine andere Sprache.

Aplerbeck

, 27.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Containerstandort der EDG an der Weiße-Ewald-Straße in Aplerbeck ist eigentlich einer wie jeder andere. Doch die Besonderheit ist das Umfeld. Denn an den Zaun, der die EDG-Container umgibt, schließt sich ein Spielplatz an. Was normalerweise kein Problem darstellt, uferte jedoch jetzt aus.

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Der Spielplatz lag voller Scherben: An der Tischtennisplatte im hinteren Bereich und sogar im Sand, in dem die Spielgeräte stehen.

Was war passiert?

Die Reste einer feuchtfröhlichen Party vor Ort waren es nicht: Die Scherben resultierten von den Flaschen, die Bürger auf den Rand der vollen EDG-Container gestellt hatten.

Am Wochenende wird kein Container geleert

Und da die Scherben an einem Wochenende (18./19. Januar) gefunden wurden, gab es keine Leerung durch die EDG. Am Sonntag lagen die zuvor vor den vollen Containern abgestellten Flaschen zerbrochen auf dem Spielplatz.

Der Platz vor der Tischtennisplatte war mit Scherben bedeckt, nachdem Unbekannt die Flaschen dort zerschlagen hatten.

Der Platz vor der Tischtennisplatte war mit Scherben bedeckt, nachdem Unbekannt die Flaschen dort zerschlagen hatten. © Privat

Unbekannte Täter hatten sich vermutlich einen Spaß daraus gemacht, die Flaschen vom Containerstandort auf den benachbarten Spielplatz zu werfen.

Das Ergebnis war ein scharfkantiges Scherbenmeer, das den Spielplatz an der Weiße-Ewald-Straße erst einmal unbenutzbar machte.

Mitarbeiter der EDG mussten den kompletten Spielplatz säubern.

Mitarbeiter der EDG mussten den kompletten Spielplatz säubern. © Jörg Bauerfeld

In den sozialen Netzwerken tauchten Fotos von dem vollgemüllten Spielplatz auf, die Reaktionen nach sich zogen. Die Kommentare gingen diesmal nicht gegen die EDG, sondern an diejenigen, die zunächst die Flaschen an die Container gestellt hatten, und natürlich an die Personen, die mit dem Zerschlagen der Flaschen eine Verletzungsgefahr für spielende Kinder provozieren.

„Ich käme nie auf die Idee, ob der Container voll ist oder nicht, Flaschen auf die Erde zu schmeißen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir so nicht erzogen wurden“, ist im Internet zu lesen.

Oder: „Ein nicht geleerter Flaschencontainer ist kein Freibrief für sowas.“ Jemand vermutet: „Es muss sich außerordentlich cool anfühlen, seinen Müll auf diese Art zu entsorgen. Andere Gründe fallen mir nicht ein.“

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Was meint die EDG dazu? „Die grundsätzliche Herangehensweise ist, wenn man einen vollen Depotcontainer vorfindet, bitte die Sachen wieder mitzunehmen“, sagt Petra Hartmann, Pressesprecherin der EDG. „Wenn man die Sachen neben die Container stellt, ist das genauso illegale Abfallentsorgung wie in sonstigem öffentlichen Raum.“

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Mit viel Aufwand müssten die Scherben von der Straßenreinigung beseitigt werden. „Es ist mitnichten so, dass derjenige, der die Container leert, die überzähligen Flachen dann in den Container werfen muss. Das kann allein aus Zeitgründen nicht seine Aufgabe sein“, sagt Hartmann.

Auf der Internetseite sind alle Daten zu finden

Dann muss wieder die Straßenreinigung ran. „Unser Appell: Bitte den nächsten Standort anfahren oder die Sachen wieder mitnehmen“, sagt Petra Hartmann.

Wo der nächste Container ist, steht auf der Internetseite der EDG.

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Online steht zum Beispiel der genau Leerungstag des Altglascontainers an der Weiße-Ewald-Straße. Wenn der voll sein sollte, gibt es weitere Hinweise im Internet: Nämlich, dass zwei weitere Containerstandorte nur knapp 200 Meter weit entfernt sind: an der Märtmannstraße und an der Aplerbecker Straße.

Gesetzgebung

Damit müssen Umweltsünder rechnen

  • Wer Müll illegal am Straßenrand, auf Parkflächen oder im Wald entsorgt, muss sich meist nicht wegen einer Straftat verantworten, sondern begeht in der Regel eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet wird.
  • Deren Höhe kann nach § 69 Abs. 2 KrWG bei bis zu 100.000 Euro liegen.
  • Privatpersonen können jedoch auf die Anwendung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes hoffen und haben daher meist ein Bußgeld in dreistelliger Höhe zu tragen.
  • Infos auf: www.edg.de/de/Entsorgungsdienstleistungen/Rein-damit/Info-Service.htm

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