Gefesselter Mann an der B1? Autofahrer melden kuriose Beobachtung

mlzBundesstraße

Eine außergewöhnliche Beobachtung machten Autofahrer auf der B1 am Mittwochmorgen: Eine männliche Person stand am Straßenrand an einem Pfeiler, scheinbar wie gefesselt. Das steckt dahinter.

Dortmund

, 09.09.2020, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

An der B1 in Richtung Unna schreckten Autofahrer gegen 9.30 Uhr am Mittwochmorgen (9.9.) bei voller Fahrt auf. Kurz hinter einer Tankstelle auf Höhe der Abfahrt Aplerbeck sahen sie im Vorbeifahren eine Person an einem Laternen- oder Verkehrsschildpfeiler am Fahrbahnrand stehen.

Ein Autofahrer beschreibt gegenüber dieser Redaktion, was er gesehen hat: „Er war klein, dicklich, trug eine beige Jacke. Neben sich eine Plastiktüte, Hände mit anscheinend Tape hinter dem Rücken zusammengeklebt.“

Polizei ermittelte in Aplerbeck, dass sich tatsächlich jemand an der B1 aufgehalten hatte

Die Dortmunder Polizei ging entsprechenden Hinweisen am Mittwochmorgen nach. An der nahen Tankstelle hatte niemand die Person wahrgenommen. Das Sichten von Bildern einer Überwachungskamera brachte zunächst kein Ergebnis.

Beamte ermittelten aber vor Ort, dass sich tatsächlich eine Person nahe der B1 aufgehalten habe.

Mann kam aus der benachbarten LWL-Klinik

Nach Angaben der Polizei handelt es sich dabei um einen Mann, der in der nahe gelegenen LWL-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Marsbruchstraße untergebracht ist.

Was genau der Mann in der Nähe der Bundesstraße gemacht hat, ist nicht bekannt. Laut Polizei war er von der Klinik nicht als abgängig gemeldet worden, sondern hat in erlaubtet Freizeit den Ausflug unternommen.

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