Geldboten-Überfälle: Waren vier Männer aus der Nordstadt mit dabei?

Landgericht Bochum

Bei einer Serie von Überfällen auf Geldboten soll auch ein Täter-Quartett aus der Nordstadt mit dabei gewesen sein. Das behaupten zumindest drei Angeklagte. Die Richter sind skeptisch.

Dortmund

, 11.12.2020, 20:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Anngeklagte aus Dortmund neben seinem Verteidiger Edgar Fiebig (vorne links).

Der Anngeklagte aus Dortmund neben seinem Verteidiger Edgar Fiebig (vorne links). © Werner von Braunschweig

Im Prozess um eine Serie von Raubüberfällen auf Geldboten ist am Freitag bekannt geworden, dass im Anschluss an den zweiten Coup offenbar ein handfester Streit unter den Tätern entfacht ist. In einer Wohnung in der Nordstadt soll es um die wahre Höhe der Beute gegangen sein.

Rückblick: Die drei Angeklagten hatten am Bochumer Landgericht zuletzt über ihre Verteidiger Thomas Schäfer, Michael Meier und Edgar Fiebig jeweils Teilgeständnisse abgelegt.

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Mit Blick auf den Überfall am 2. November 2019 hatte das Trio angegeben, dass die wahren Täter „vier Männer aus Rumänien“ gewesen seien, die angeblich in einem Cafe in der Dortmunder Nordstadt kurzfristig angeworben werden konnten.

Die Richter bemühten sich gar nicht erst, ihre Skepsis über diese Version zu verbergen. Um die Version von dem zusätzlichen Täter-Quartett zu stützen, berichtete der 28-Jährige, dass es im Anschluss an den Überfall in einer Wohnung an der Mallinckrodtstraße handfesten Zoff gegeben habe.

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Die Männer aus Rumänien hätten zunächst linkisch erklärt, es seien nur 10.000 Euro erbeutet worden. „Erst als wir mit einer Anzeige gedroht haben, waren es dann 30.000 Euro“, hieß es.

Laut Anklage geht es um drei vollendete und einen geplanten Überfall auf Rewe-Geldboten in Herten, Gelsenkirchen und Düren mit einer Gesamtbeute von 90.000 Euro. Der Prozess wird fortgesetzt.

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