Geldbuße trotz Unschuld

Als der Brief von der Staatsanwaltschaft eintraf, wollte Kornelia Zaarour-Schäpe ihren Augen nicht trauen: Ihr Sohn Dario sollte eine Geldbuße von 100 Euro zahlen - für eine "Tat, die er nie begangen hat".

10.09.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 15-Jährige hatte in Lanstrop Freunde besucht und fuhr mit seinem Mofa nach Hause, als ihn eine Streife stoppte. "Die Beamten stellten mir eine Mängelkarte aus, weil ich angeblich zu schnell fuhr", berichtet der Schüler. Ordnungsgemäß stellte er seinen "CPI" beim TÜV vor, die Gutachter bestätigten schriftlich: "Ohne erkennbare Mängel. Geschwindigkeit überprüft, Mofa läuft 30 km/h."

Dennoch gab es einen Strafbefehl wegen Fahrens ohne gültigen Führerschein. Offenbar ein Fehler bei der Ermittlungsbehörde: "Der Kollege hat das Verfahren inzwischen eingestellt, der entsprechende Bescheid müsste in den nächsten Tagen eingehen", erklärte Henner Kruse, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Kornelia Zaarour-Schäpe reicht das aber nicht aus: "Ich möchte, dass die Unschuld meines Sohnes festgestellt wird und eine Anzeige gegen die Polizisten eingeleitet wird, die ihn zu Unrecht beschuldigt haben", sagt die Mutter. Zudem möchte sie die Kosten des TÜV-Gutachtens in Höhe von 23,05 Euro ersetzt haben.

Einen Antrag auf Schadensersatz kann die Familie stellen. Ob er Aussicht auf Erfolg hat, steht noch nicht fest: "Wir werden das dann prüfen", so Kruse. weg

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