Geldgeber hinter dem Hannibal 2 spricht erstmals über die Zukunft des Hochhauses

mlzAmir Dayan

In der Debatte über die Zukunft des Hochhauses Hannibal 2 in Dorstfeld meldet sich der Geldgeber zu Wort. Der Milliardär Amir Dayan hat mit dem „Manager Magazin“ über Dortmund gesprochen.

Dortmund

, 03.03.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Amir Daya ist mit seiner familieneigenen Ouram Holding der Hauptaktionär der Unternehmensgruppe TLG Immobilien. An diese wiederum sind die Firmen angegliedert, die den Großwohnkomplex Hannibal 2 in Dorstfeld verwalten, der 2017 wegen Brandschutzmängeln geräumt worden ist.

Das „Manager Magazin“ hat jetzt den Milliardär zum ersten Mal überhaupt zu einem Interview getroffen. Der 1974 in Israel geborene Dayan gilt als „Phantom“, der als Unternehmer hinter vielen Immobiliengeschäften steht, aber so gut wie nie als öffentlich wahrnehmbare Person auftritt.

Investor spricht von „mehreren Jahren“ bis zur Instandsetzung

In dem am 27. Februar (Donnerstag) im kostenpflichtigen Bereich der Webseite des Magazins erschienenen Gespräch geht es um seine Unternehmer-Geschichte und die bevorstehende Fusion der Immobilien-Giganten TLG und Aroundtown.

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In einer Frage geht es auch um Dortmund und eine weitere Immobilie in Wuppertal, die wegen Problemen beim Brandschutz geräumt werden musste.

„Manager-Magazin“-Reporter Mark Böschen fragt in dem Interview den Unternehmer: „Was haben Sie daraus gelernt?“

Amir Dayan: „Wir investieren mehr, als ökonomisch sinnvoll wäre“

Amir Dayan antwortet darauf: „Wir investieren in diese Gebäude in Dortmund und Wuppertal mehr, als rein ökonomisch sinnvoll wäre, denn das Leben und die Sicherheit der Mieter haben für uns oberste Priorität. Die Instandsetzung dieser Gebäude wird aber mehrere Jahre dauern. Da müssen wir jetzt durch.“

Auf Rückfrage sagt Robert Döring, Sprecher des für die Hausverwaltung am Hannibal 2 zuständigen Unternehmens „All Sites Property Management“ zum Zeitraum „mehrere Jahre“:

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„Zur Dauer des Prüfverfahrens durch die Stadt können wir keine Angaben machen. Daran anschließend werden Ausschreibungen für die notwendigen Bauleistungen durchgeführt. Wann die tatsächlichen Bauarbeiten starten, können wir daher zum aktuellen Zeitpunkt nicht verbindlich mitteilen.“

Kein neuer Stand im Gerichtsverfahren

Man arbeite „sehr intensiv“ daran, so zügig wie möglich mit dem Start der Baumaßnahmen beginnen zu können.

Die von Amir Dayan angedeuteten Investitionen kommentiert Sprecher Robert Döring nicht: „Wir treffen zu konkreten Investitionssummen grundsätzlich keine Aussagen.“

Keinen neuen Stand gibt es nach wie vor beim Gerichtsverfahren wegen der „unzulässigen“ Räumung, die die heutige Firma Lianeo 2017 noch als Intown gegen die Stadt Dortmund angestrengt hatte. Einen Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gibt es noch nicht.

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