So steht es um die Pläne für drei neue Kindertagesstätten im Stadtbezirk Eving

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In Eving sollen drei neue Kindertagesstätten errichtet werden. Die Planungen sind unterschiedlich weit fortgeschritten. Bei zwei Objekten gab es jetzt aber grundlegende Änderungen.

Eving

, 14.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ursprünglich war anlässlich der geplanten neuen Kindertagesstätten nur ein Sachstandsbericht in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Eving vorgesehen. Dieser beinhaltete allerdings Neuigkeiten, die den anwesenden Politikern sauer aufstießen.

Kita-Kapazitäten sollen erhöht werden

Fehlende Kita-Plätze sind eine andauernde Problematik und auch in Eving reichen die aktuellen Kapazitäten nicht aus, um der anhaltenden Nachfrage gerecht zu werden.

Aus diesem Grund sollen in den nächsten Monaten drei neue Kitas entstehen. Träger wird in allen drei Fällen die Caritas.

Baustelle an der Bayrischen Straße in vollem Gange

Am weitesten fortgeschritten ist das Bauvorhaben an der Bayrischen Straße. Um Platz für eine acht Gruppen umfassende Kindertagesstätte zu schaffen, wurden auf Höhe der Hausnummern 143 und 145 die dortigen Immobilien abgerissen.

So steht es um die Pläne für drei neue Kindertagesstätten im Stadtbezirk Eving

Die ersten Bagger sind an der Bayrischen Straße bereits im Einsatz und schaffen die Grundlage für die neue Kindertagesstätte. © Marius Paul

„Das neue Kita-Gebäude soll senkrecht ins Gelände gebaut werden. Zur Straßenseite sollen außerdem acht bis zehn Autostellplätze entstehen“, erklärte Stefanie Brockmann vom Dortmunder Jugendamt.

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Vorgesehen sind laut Dorothee Lindemann-Güthe von der Bezirksverwaltung Eving insgesamt 38 Plätze für die U3-Betreuung und 107 für die Ü3-Betreuung.

Der namentlich nicht bekannte Investor geht derzeit von einer endgültigen Fertigstellung des Bauvorhabens im ersten Quartal 2021 aus.

Am Grävinghoffweg sind zusätzlich Sozialwohnungen angedacht

Auch am Grävinghoffweg soll eine neue Kindertagesstätte errichtet werden. Hier sollen sechs Gruppen mit 30 Plätzen für die U3-Betreuung und 75 für die Ü3-Betreuung entstehen, so Lindemann-Güthe. Zeitgleich plant der Investor am selben Ort allerdings den Bau von zehn bis zwölf Sozialwohnungen.

So steht es um die Pläne für drei neue Kindertagesstätten im Stadtbezirk Eving

Auf dem Grundstück am Grävinghoffweg, wo derzeit noch wilde Sträucher beheimatet sind, ist neben der Kindertagesstätte auch der Bau von Sozialwohnungen angedacht. © Marius Paul

„Diese sollen entweder über oder direkt an der geplanten Kindertagesstätte entstehen“, so Brockmann. Der Bauantrag für das gesamte Projekt werde noch bis Ende des Jahres gestellt, sodass im Jahr 2020 mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Kita in der Brechtener Heide frühestens im Jahr 2021

Vergleichbares gilt für den angestrebten Kita-Neubau in der Brechtener Heide. Hier wird aber wohl bis zum ersten Spatenstich im Bereich der Selma-Lagerlöf-Straße noch einige Zeit verstreichen.

Der Investor habe laut Brockmann zwar bereits das Grundstück erworben, eine exakte Gebäudeplanung gebe es allerdings noch nicht. Bekannt sei Lindemann-Güthe zufolge bislang nur, dass insgesamt sechs Kita-Gruppen geschaffen werden sollen.

So steht es um die Pläne für drei neue Kindertagesstätten im Stadtbezirk Eving

Hier an der Selma-Lagerlöf-Straße soll die zweite Kita in der Brechtener Heide entstehen. © Britta Linnhoff

„Auch an diesem Standort plant der Investor den Bau von zusätzlichen Sozialwohnungen. Mit der erforderlichen Baugenehmigung wird im Sommer 2020 kalkuliert, so dass das dritte Quartal 2021 als Fertigstellungstermin angepeilt werden kann“, unterstrich die stellvertretende Bereichsleiterin Brockmann.

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Bezirksvertretung beklagt mangelnde Kommunikation seitens der Stadt

In der Sitzung der Bezirksvertretung sorgten die Veränderungen bei den Bauvorhaben für große Aufregung. „Wie die Stadtverwaltung mit der Bezirksvertretung umgeht, ist ein Skandal“, betonte Petra Frommeyer von der CDU. Bezirksbürgermeister Oliver Stens (SPD) schlug vergleichbare Töne an:

„Wir haben vor knapp einem halben Jahr noch mit den verantwortlichen Personen zusammengesessen und über das Thema geredet. Da war nie die Rede von zusätzlichen Sozialwohnungen an den beiden Standorten.“

Fehlende Weitergabe von Informationen stößt auf Unverständnis

Man habe zwar nichts gegen den Bau neuer Wohnungen, aber dass die Bezirksvertretung von der Stadt darüber in keinster Weise informiert wurde, sei nicht hinnehmbar.

„Die Informationswege stimmen nicht und wir fordern, dass dies in der Zukunft auf jeden Fall verbessert wird“, so Stens.

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