Geplanter Mordanschlag auf Lehrer: Ein Jugendlicher muss weiter bangen

mlzStaatsanwaltschaft Dortmund

Nach den Urteilen gegen drei Jugendliche, die wohl geplant hatten, den Dortmunder Lehrer Wolfgang Wittchow zu ermorden. Der Freispruch muss einer der Teenager wieder bangen.

Dortmund

, 22.07.2020, 19:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Fall um den geplanten Mordanschlag auf den Dortmunder Lehrer Wolfgang Wittchow wird nun auch den Bundesgerichtshof beschäftigen. Die Staatsanwaltschaft hat Revision eingelegt. Das hat Sprecher Henner Kruse am Mittwoch bestätigt.

Der mutmaßliche Haupttäter war Anfang Juli am Dortmunder Landgericht zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt worden, gegen einen weiteren Jugendlichen hatten die Richter einen dreiwöchigen Dauerarrest und 100 Sozialstunden verhängt. Ein dritter Angeklagter war vom Vorwurf des geplanten Mordversuchs freigesprochen worden.

Opfer wurde in den Hinterhalt gelockt

Die Richter waren überzeugt, dass zumindest zwei der Teenager im Mai 2019 beschlossen hatten, Wittchow zu ermorden. Der Lehrer der Martin-Luther-Gesamtschule in Dorstfeld sollte in einen Hinterhalt gelockt und dort mit einem Hammer erschlagen werden. Der Hintergrund: Einer der Angeklagten war angeblich unzufrieden mit seinen Noten.

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Die vom Dortmunder Landgericht gesprochenen Urteile müssen nun vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe auf Rechtsfehler überprüft werden. Der Fokus der Staatsanwaltschaft liegt dabei vor allem auf dem Freispruch. „Wir halten den Freispruch rechtlich nicht für vertretbar“, so Kruse.

Mit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist aller Voraussicht nach nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen.

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