Geplünderte Feuerwehrwagen: So meistert der Löschzug in Nette die Einsätze nach dem Einbruch

mlzFreiwillige Feuerwehr

Seit einem Einbruch fehlen der Freiwilligen Feuerwehr in Nette fast alle Einsatzgeräte. Es ist eine Katastrophe für den Löschzug. Was fehlt und wie sich das auswirkt.

Nette

, 23.10.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anstelle von aufgeräumten Einsatzfahrzeugen erwartete ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Nette das Chaos im Gerätehaus an der Mengeder Straße. In der Nacht von Sonntag auf Montag (21.10.) waren Unbekannte beim Löschzug 20 eingebrochen. Die Feuerwehrwagen: so gut wie leergeräumt. Die Einbrecher stahlen bei ihrem Raubzug verschiedenste Geräte zur technischen Hilfeleistung.

Eine Katastrophe für den Löschzug, der vorwiegend in Nette, Huckarde, Dorstfeld und der Innenstadt-West, bei größeren Einsätzen aber auch im gesamten Stadtgebiet im Einsatz ist. Zudem bildet die Freiwillige Feuerwehr Nette gemeinsam mit dem Löschzug 22 in Mengede die Spezialeinheit „Löschwasserversorgung Nord“. Am Montag musste der Netter Löschzug dennoch außer Dienst genommen werden.

Fehlender Löschzug stört die Versorgung nicht

Die Versorgung störe ein fehlender Löschzug erst einmal nicht, erklärt Feuerwehr-Pressesprecher Oliver Körner. „Freiwillige Feuerwehren sind der zweite Abmarsch, zuerst wird die Berufsfeuerwehr zu einem Einsatzort geschickt“, sagt er. Welcher Löschzug dann wann nachfolge, entscheide ein Rechner in der Leitstelle. „Wenn der Löschzug Nette zeitweise aus dem System genommen wird, rückt ein anderer nach.“

Ähnlich laufe es mit der „Löschwasserversorgung Nord“, die beispielsweise bei Hochwasser und Starkregen im Einsatz ist. „Es gibt da immer einen Ersatz.“ Lange waren diese Ersatzlösungen jedoch nicht nötig, bereits seit Dienstagabend (22.10.) ist die Freiwillige Feuerwehr Nette wieder einsatzfähig.

Neue Geräte müssen bestellt werden

Mit Geräten aus dem Lager der Feuerwehr Dortmund wurden die Einsatzwagen des Löschzuges übergangsweise ausgestattet. „Es fehlen eine Motorkettensäge und ein paar Kleinigkeiten, aber alles andere konnte ersetzt werden“, sagt Oliver Körner. In der Zwischenzeit gebe es Ausschreibungen, um den Löschzug schnellstmöglich neu auszustatten.

„Aber es wird dauern, bis alles wieder da ist“, sagt Oliver Körner. Schließlich handele es sich um mehrere große Teile, wie ein Hydraulikgerät. Der Schaden belaufe sich auf rund 50.000 Euro. Die genaue Summe muss noch ermittelt werden.

Die Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei sucht derweil nach den Dieben. „Es muss sich um mehrere Täter handeln, da schweres Gerät entwendet wurde“, erklärt Polizei-Pressesprecherin Dana Seketa. „Wir gehen auch davon aus, dass es ein Fluchtfahrzeug gegeben hat, um das Diebesgut zu transportieren.“ Da unter anderem eine Krankentrage fehlt, könnten die Diebe auch darauf etwas transportiert haben, so Oliver Körner.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise. Wer in der Nacht von Sonntag auf Montag (21.10.) etwas Verdächtiges beobachtet hat, möge sich bei der Polizei unter Tel. 0231/132 74 41 melden.

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