Gericht ordnet neues Gutachten an

Internet-Vergewaltiger

Ein mutmaßlicher Internet-Vergewaltiger (36) aus Niedersachsen kämpft vor dem Landgericht weiter mit allen Mitteln gegen eine mehrjährige Haftstrafe. Jetzt soll eines seiner Opfer psychologisch untersucht werden.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 24.10.2011, 13:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im aktuellen Prozess geht es um zwei Frauen aus Hannover und Dortmund, die dem Mann im Sommer 2010 zum Opfer gefallen sein sollen. Beide hatten den 36-Jährigen im Internet-Chat „knuddels.de“ kennen gelernt und recht bald zu einem Besuch in ihre Wohnungen eingeladen. Dort soll es dann zu brutalen, stundenlangen Vergewaltigungen gekommen sein. Der 36-Jährige weist die Vorwürfe dagegen zurück. Er gibt zwar zu, beide Frauen in den fraglichen Nächten geschlagen zu haben. Sexuelle Gewalttaten habe es aber nicht gegeben. Eine psychiatrische Gutachterin hat den 36-Jährigen bereits als gestörte und instabile Persönlichkeit bezeichnet. Da er nach Ansicht der Medizinerin aber noch nicht als gefährlicher Hangtäter eingestuft werden müsse, der im Internet auf Frauenjagd gehe, muss der Angeklagte wohl nicht mehr mit der Anordnung der Sicherungsverwahrung rechnen.

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