Elisa aus Dortmund hat bei Germany‘s Next Topmodel Schwierigkeiten, die Kunden von sich zu überzeugen. © Prosieben/Richard Hübner
Dortmunderin bei Model-Show

Germany’s Next Topmodel: Elisa aus Dortmund versagt bei Castings spektakulär

Zu jeder Menge Castings wird Elisa aus Dortmund in der aktuellen Folge von Germany’s Next Topmodel eingeladen - ohne einen einzigen Job zu ergattern. Das entgeht auch Heidi Klum nicht.

Für Elisa aus Dortmund wird es wieder einmal eng bei Germany’s Next Topmodel (GNTM). Von Casting zu Casting schickt Moderatorin Heidi Klum ihre verbliebenen zehn Kandidatinnen in der zwölften Folge der Modelshow am Donnerstag (22.4.).

Bei den Casting-Direktoren von Make-up-Marken, Modedesignern und Haargummi-Herstellern buhlen die jungen Frauen um die raren Modeljobs. Heidi Klum schaut mit Adler-Augen zu – und übersieht dabei nicht, dass Elisa zwar zu vielen Castings eingeladen wird, aber regelmäßig leer ausgeht.

Dabei wird sie doch so gut auf die Jobs vorbereitet: Die Folge beginnt mit einem Coaching von Thomas Hayo. Der Name sagt ihnen nichts? Das macht nichts. Die Relevanz des Creative Directors ist nämlich seit seinem ersten Auftritt bei GNTM eine leere Behauptung.

Keine Staffel vergeht, ohne dass die Model-Kandidatinnen ein paar Lobhudeleien über den mittelmäßigen Mann mittleren Alters, dessen einzige Referenz sein Wohnsitz in den USA zu sein scheint, in die Kamera aufsagen müssen.

Natürliche Schönheit muss konsumierbar sein

Nachdem die Frauen ihn brav gelobt haben, gibt er ihnen im Gegenzug ein paar Tipps fürs Casting. Und dann geht es los mit dem Casting-Marathon: Elisa wird als Erstes zu einem Casting für eine Make-up-Marke, die zufällig auch seit Beginn gut platzierter Sponsor von GNTM ist, eingeladen, und bei dem es ganz viel um natürliche Schönheit geht – die aber bitte nicht so natürlich sein soll, dass sie ohne Make-up auskommt.

Elisa rechnet sich gute Chancen aus: „Es macht mir Spaß, das Thema Beauty rüberzubringen“, erklärt sie. Das reicht offenbar nicht aus, der Job geht an die bisher unangefochtene Favoritin der Show, die 20-jährige Soulin aus Hamburg.

Dann stellt sie sich bei der Mode-Marke Galvan London vor, deren Köpfe vorab noch (erfolglos) versuchen, ihre Marke mit ein bisschen Feminismus zu würzen und irgendetwas von Female Empowerment, also weiblicher Selbstermächtigung erzählen. Da sind sie ja bei GNTM an genau der richtigen Adresse.

Jede Menge Einladungen zu Castings erhält Elisa bei Germany’s Next Topmodel - und dennoch gehen alle Jobs an ihre Konkurentinnen.
Jede Menge Einladungen zu Castings erhält Elisa bei Germany’s Next Topmodel – und dennoch gehen alle Jobs an ihre Konkurentinnen. © Prosieben/Richard Hübner © Prosieben/Richard Hübner

Doch offenbar ist Elisa in ihren Augen nicht geeignet, um diese Lüge aufrechtzuerhalten, wieder einmal geht Elisa leer aus – trotz guter Leistung beim Probe-Shooting. Die Caster entscheiden sich für Alex, ein weiteres Model, das seit Beginn der Show als Favoritin gehandelt wird.

Klare Absage vom Designer

Ihre letzte Chance ist ein Laufsteg-Job bei Designer Kilian Kerner. Ein Casting, bei dem Heidi Klum und Thomas Hajo ohne das Wissen der Model zuschauen. Inzwischen sind die Models sichtbar geschlaucht, viele sind gegenüber Kerner verunsichert, selbst die dauer-souveräne Soulin strauchelt. Auch von Elisas üblichem Selbstbewusstsein ist beim Casting nichts zu spüren.

Als sie sich vorstellen soll, erzählt sie zwar, dass sie in ihrer Zeit bei GNTM über sich hinaus gewachsen und immer selbstbewusster geworden sei, doch Kerner nimmt es ihr nicht ab: „Davon merke ich nichts“, teilt er ihr knapp mit.

Elisa versucht zwar noch, ihn mit ihrem Walk überzeugen, doch auch das geht schief. „Ich hab das Selbstbewusstsein nicht gesehen“, erklärt der Designer. Kerners hat seine Entscheidung noch gar nicht verkündet, da gibt er Elisa schon eine Absage. Sie gehört damit zu den schlechtesten beim Casting.

Inzwischen ist die Dortmunderin merkbar demotiviert. „Ich glaube schon, dass es heute für mich eng werden könnte“, sagt Elisa. Trotzdem tritt sie mit tapferer Miene vor Heidi Klum und Gastjuror Thomas Hayo und erklärt, warum es bei ihr so schlecht lief. Dass ihr der starke Walk ohne Hüftschwung, den Kilian Kerner forderte, beispielsweise nicht lag und sie beim Make-up-Kunden vielleicht zu wenig von sich preisgegeben habe.

Die Anspannung ist groß, Elisa bricht in Tränen aus

Als Heidi Klum anmerkt, dass ihr Casting bei Kerner auch das kürzeste von allen war und sie durch ihren schwachen Auftritt keine Chance hatte, ihn von sich zu überzeugen, scheint die Anspannung Elisa zu überwältigen – sie bricht in Tränen aus.

Heidis Teilzeit-Sidekick Thomas Hayo versucht noch, sie mit tröstenden und ermutigenden Worten wieder aufzubauen, doch auch das rettet Elisa nicht mehr.

„Leider mussten wir eine Entscheidung treffen und für dich geht es heute leider nicht weiter“, verkündet ihr Heidi Klum mit ernster Miene. Die Reise von Elisa zum Titel von Germany’s Next Topmodel ist vorbei. Trotz ihres anfänglichen Höhenflugs bei Shootings und auf dem Laufsteg hat die Leistung der Dortmunderin nicht gereicht, um zum Ziel zu kommen.

In den Armen der anderen Kandidatinnen weint sich Elisa aus, gewinnt aber im Interview schon wieder ihren gewohnten Optimismus zurück: „Klar ist es ein kleiner Traum, der zerplatzt ist“, sagt sie. „Aber es gibt so viele schlimmere Dinge, die einem im Leben passieren können.“

Und ich bin erstmals stolz auf Elisa. Fast wirkt es, als hätte auch sie verstanden, was ich mit der Berichterstattung die ganze Zeit sagen wollte. Auf dich, Elisa. So würdevoll zwölf Folgen von Heidi Klums Model-Drill zu durchlaufen, gelingt nur wenigen.

Über die Autorin
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In Lippstadt aufgewachsen, zum Studieren nach Hessen ausgeflogen, seit 2018 zurück in der (erweiterten) Heimat bei den Ruhr Nachrichten.
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