Geschwister zeigen ihre unterschiedliche Kunst in der Galerie Ermlinghofen in Hörde

mlzAusstellung in Galerie auf Zeit

Stahlskulpturen und Malerei: Erstmals stellen die Geschwister Ulrich Krämer und Ulla Herrmann ihre Kunst gemeinsam aus. Ihre besondere Verbindung macht sich auch in ihren Arbeiten bemerkbar.

von Rüdiger Barz

Hörde

, 28.03.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zur Ausstellung der Geschwister Ulrich Krämer und Ulla Hermann in der Galerie Ermlinghofen in Hörde gesellt sich noch ein dritter Künstler: Toralf Müller zeigt Arbeiten aus Keramik. Eröffnet wird die Ausstellung am 29. März (Freitag) um 19 Uhr. Keramik trifft auf Stahlskulpturen, farblich eingerahmt von herangezoomten Bildern in Mischtechnik.

„Wir beide sind immer wieder fasziniert von der Kunst des anderen“, sagt Ulrich Krämer. „Dadurch, dass wir eine Verbindung haben, als Geschwister, entdecken wir Dinge, die weit über den Tellerrand hinaus gehen“, weiß der Künstler. Eine gegenseitige Inspiration geschieht somit wie von selbst. „Es kommt vor, dass ich Dinge, die mein Bruder wegschmeißt, aufgreife und in meinen Bildern umsetze“, erzählt Herrmann.

Kurz vor einer Schaffenspause

Herrmann und Krämer haben ihre erste gemeinsame Ausstellung überhaupt - möglichweise aber auch eine letzte. Krämer sagt von sich, dass er kurz davor steht, eine Schaffenspause einzulegen. Die aktuelle Präsentation ist an einem Ort, den beide aus Schulzeiten gut kennen. Die Geschwister besuchten die Marie-Reinders-Realschule. Sie liegt gleich um die Ecke.

Ulrich Krämers Kunst sind die Skulpturen. Hart und rau, jede Bearbeitung ist sichtbar. Der Werkstoff: Stahl. Das sonst harte Material erfährt durch den Künstler eine komplexe Verwandlung. Wobei der Betrachter sich an feinsten Ausarbeitungen erfreuen kann.

Kunst oder einfach etwas Gebräuchliches

Ulla Herrmanns Kunst spiegelt ganz alltägliche Dinge wieder. Ihr Material ist die Leinwand. Ihre Bilder gestaltet sie mal in Öl, mal in Acryl oder in Mischtechnik. Sie zeigt Eindrücke, die der Betrachter kennt, in einer teilweise herangezoomten, vergrößerten Ansicht. Der Gegenstand selbst erfährt dadurch einen einzigartigen, ungewöhnlichen Wirkungsgrad.

Der dritte im Bunde ist Toralf Müller: „Ich mache die Töpfe“, sagt Müller schmunzelnd. Unter Müllers Händen erhält der Stoff eine Form - Einfachheit mit Liebe zum Detail. „Ich bin Handwerker“, sagt Müller. „Es liegt einzig in der Betrachtungsweise des Besuchers, ob ein Werk Kunst ist oder einfach was Gebräuchliches.“

Die Galerie Ermlinghofen, gegründet 2010, ist eine Galerie die auf Zeit genutzt werden kann, sagt Galeristin Brigitte Giesenkirchen. In fünf verschiedenen Räumen und einem Flur können Künstler ihre Werke dem Publikum präsentieren. Bei Bedarf stehen weitere Flächen zur Verfügung. Die Galerie ist ebenerdig.

Besichtigung nur an den Wochenenden, samstags und sonntags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr, und auf Absprache. Finissage am 7. April (Sonntag). Die Künstler sind zur Vernissage und Finissage anwesend. Kontakt: Galerie Ermlinghofen, Ermlinghofer Straße 1. Telefon 0231 – 46 99 45, E-Mail: brigitte@giesenkirchen.net www.galerie-ermlinghofen.de
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