Gesellschaftspiel von Uwe Rosenberg ausgezeichnet

"Le Havre"

DORTMUND Aufstehen, frühstücken, Gesellschaftsspiele spielen. Tag für Tag. Mehrere Stunden lang. Ist der Mann arbeitslos und auch noch süchtig? Arbeitslos nein, süchtig – naja. Uwe Rosenberg ist Spieleautor, und das Spielen gehört zu seinem Beruf.

von Von Inga Tawadrous

, 17.10.2009, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uwe Rosenberg zeigt das Spiel  "Le Havre".

Uwe Rosenberg zeigt das Spiel "Le Havre".

Sein größter Erfolg in seiner Spieleerfinder-Karriere war bislang der Gewinn des Deutschen Spielepreises 2008 mit „Agricola“. Einige Mechanismen dieses Spieles hat der 39-Jährige auch in „Le Havre“ (auf Deutsch: der Hafen) übernommen. 100 bis 200 Minuten kann eine Partie dauern.

„Das Besondere daran ist, dass die Spielregeln sehr einfach sind, das Spiel aber trotzdem sehr in die Tiefe geht“, erklärt Rosenberg, der schon seit seiner Kindheit ein leidenschaftlicher Spieler ist. Sein Großvater habe ihm Schach beigebracht als er vier war. „Mit zwölf fing ich dann an, Spiele selbst zu erfinden“, blickt Rosenberg zurück.

Vor kurzem ist der studierte Statistiker Vater geworden. „Da bleibt natürlich nicht mehr so viel Zeit zum Kreieren.“ Seiner drei Monate alten Tochter Nina kann Rosenberg seine Erfindungen noch nicht präsentieren. Dafür aber seiner Lebensgefährtin. „Wenn meine Frau nicht gerne spielen würde, würde sie es mit mir nicht lange aushalten.“ Ein Spiel „Rosenkrieg“ ist also von ihm nicht zu erwarten.

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