Geständnis: Schwester betäubt und vergewaltigt

Landgericht Dortmund

Ein 47-jähriger Mann aus Dorstfeld hat ein abscheuliches Verbrechen gestanden. Vor knapp zwei Jahren hat der Mann seine körperbehinderte Schwester mit Schnaps betäubt und anschließend vergewaltigt. Trotzdem wird das Strafmaß abgemildert.

DORTMUND

21.04.2016, 14:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein 47-jähriger Mann aus Dorstfeld hat vor knapp zwei Jahren seine körperbehinderte Schwester mit Schnaps betäubt und anschließend vergewaltigt. Das gestand er am Donnerstag vor dem Landgericht Dortmund. "Ich war betrunken", sagte er. 

Der Angeklagte will sich an jenem Abend im Mai 2014 heftig mit seiner Ehefrau gestritten haben. Dabei habe er auch jede Menge Alkohol getrunken. Aus Frust sei er schließlich in den Keller gegangen, wo seine Schwester wohnte. Er habe sich zu ihr gesetzt, mit ihr zusammen weitergetrunken. Und schließlich sei es zu dem gekommen, was die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift niedergeschrieben habe. "Betrunken wie er war, hat mein Mandant einfach vergessen, wer da wirklich neben ihm lag", sagte Verteidiger Michael Liedtke.

Mit seinem Geständnis dürfte der Angeklagte seiner Schwester die Zeugenaussage vor Gericht erspart haben. Seine Strafe wird damit deutlich abgemildert werden. Die Schwester selbst ist heute anscheinend überhaupt nicht mehr an einer Bestrafung des 47-Jährigen interessiert. Kürzlich soll sie mit einer weiteren Schwester im Büro des Verteidigers aufgetaucht sein und genau das ausgesagt haben. "Die Familie hat sich inzwischen wieder versöhnt", so Liedtke.

 

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