Getötete Dortmunderin (18) in Nürnberg: Gutachten liegt vor

Ermittlungen zum Unfall im Juni

Die Ermittlungen zum Tod einer Dortmunder Abiturientin in Nürnberg kommen voran. Nun liegt das Unfall-Gutachten zum Zusammenprall der 18-jährigen Inlineskaterin mit einem BMW vor. Daraus geht hervor: Der Todesfahrer war doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs - mindestens.

DORTMUND/NÜRNBERG

, 10.09.2014, 15:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das zerstörte Auto des 27-jährigen Todesfahrers an der Unfallstelle.

Das zerstörte Auto des 27-jährigen Todesfahrers an der Unfallstelle.

, war er mindestens 106 statt der erlaubten 50 km/h schnell. Das geht aus dem Gutachten des Unfallexperten hervor, der den tödlichen Unfall am 11. Juni untersucht hat. Es liegt nun der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vor. "Mindestens" - dieses Wort betont Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke. Denn wahrscheinlich sei der Fahrer noch bedeutend schneller unterwegs gewesen, schätzt der Gutachter. Doch das er aufgrund des Zustands des Unfallorts nicht zweifelsfrei feststellen können. Dort hatte kurz zuvor das Festival "Rock im Park" stattgefunden. In ersten Ermittlungen war seine Geschwindigkeit auf etwa 150 Stundenkilometer geschätzt worden.

Der Nürnberger, der schon mehrfach wegen viel zu schnellem Fahren aufgefallen war, war am Abend des 11. Juni in die Dortmunderin gefahren, die erst wenige Tage zuvor ihr Abitur gemacht hatte und nun ihre Schwester in Nürnberg besuchte. Sie wurde durch die Wucht des Aufpralls etwa 50 Meter durch die Luft geschleudert und starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Unfallort - vor den Augen ihrer Schwester. Der Raser wurde nur leicht verletzt. Später stellte sich heraus, dass er zum Unfallzeitpunkt

war. Mit dem Gutachten nähern sich die Ermittlungen gegen den Todesfahrer nun ihrem Ende. Wann Anklage erhoben wird, steht noch nicht fest. Im Gefängnis sitzt er trotzdem bereits. Er hat Ende Juli eine 13-monatige Haftstrafe wegen Körperverletzung angetreten. Davor saß er in Untersuchungshaft.

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