Getötete Frau in Dortmund: Staatsanwalt prüft, ob Ehemann Wiederholungstäter ist

Viktoriastraße

Nach dem Tod einer Frau im Ostwallviertel geht die Staatsanwaltschaft weiteren Vorwürfen gegen den Verdächtigen nach. Der Mann soll 2004 in den Niederlanden bereits eine Frau getötet haben.

Dortmund

, 02.03.2020, 15:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Viktoriastraße im Osten der City geschah die Tat.

An der Viktoriastraße im Osten der City geschah die Tat. © Oliver Volmerich

Ein 41-Jähriger wird verdächtigt, am 24. Februar seine Ehefrau in einer Wohnung an der Viktoriastraße umgebracht zu haben. Ist der Verdächtige womöglich ein Wiederholungstäter? Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat mehrere Hinweise auf eine weitere ähnliche Tat des Mannes 2004 in den Niederlanden.

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„Wir wissen nichts Offizielles. Aber wir gehen dem nach und versuchen zu überprüfen, ob es den Fall gegeben hat“, sagt Staatsanwalt Henner Kruse auf Anfrage dieser Redaktion.

Anfrage an niederländische Justizbehörden ist auf dem Weg

Aktuell werde in dieser Frage ein Rechtshilfeersuchen an die Niederlande angefertigt. Hierüber möchte die Staatsanwaltschaft Dortmund erfahren, ob der 41-jährige im Jahr 2004 in den Niederlanden wegen eines Tötungsdeliktes im Gefängnis saß.

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Nach Angaben mehrerer Personen sei der Mann 2004 für den Tod einer damals 17-Jährigen verantwortlich gewesen. Familienangehörige des Opfers sollen dem Portal Ruhr24 berichtet haben, dass die getötete 17-Jährige mit dem mutmaßlichen Täter eine Beziehung hatte.

Nach der Tat am 13. April 2004 sei der Mann in den Niederlanden zu einer Haftstrafe verurteilt und danach in sein Heimatland Irak abgeschoben worden.

Der Mann soll seit drei Jahren in Deutschland leben. Von der 30-Jährigen, die am 24. Februar ums Leben kam, soll er zuletzt getrennt gelebt haben.

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