Gewerbegebiets-Entwicklung ist zu teuer

Groppenbruch

Die Pläne für das Gewerbegebiet Groppenbruch werden vorerst auf Eis gelegt. Die Entwicklung als Wirtschaftsfläche ist schlicht zu teuer, bescheinigte jetzt eine Machbarkeitsstudie.

Dortmund

von Von Oliver Volmerich

, 06.11.2012, 18:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Planungen für das Gewerbegebiet Groppenbruch liegen auf Eis.

Die Planungen für das Gewerbegebiet Groppenbruch liegen auf Eis.

 Nach den Berechnungen der Experten läge der Vermarktungs-Preis am Ende zwischen 97 und 110 Euro pro Quadratmeter – und damit deutlich über den üblichen Grundstückspreisen für Gewerbeflächen in Dortmund (60 bis 70 Euro pro Quadratmeter) und Lünen (35 bis 40 Euro). Das Fazit Lürwers: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Entwicklung als Wirtschaftsfläche nicht vertretbar.“ Zu einem ähnlichen Schluss sei auch die RAG gekommen, der 18,9 Hektar des 35 Hektar großen Areals gehört und die ein wichtiger Partner bei der Vermarktung wäre. Auch auf Lüner Seite beugt man sich der wirtschaftlichen Vernunft, wie Lürwers Amtskollege Matthias Buckesfeld deutlich machte. „An den ökonomischen Fakten kommt man nicht vorbei“, stellt Dortmunds Wirtschaftsförderungs-Chef Udo Mager fest, auch wenn er die Entwicklung bedauert.

Allerdings: Ganz aufgeben wollen Planer und Wirtschaftsförderer das Vorhaben nicht. Falls sich die Rahmenbedingungen ändern, könnte die Entwicklung des Groppenbruchs wieder aktuell werden. Deshalb wolle man auch an der Ausweisung als Gewerbe- und Industriegebiet im Flächennutzungsplan festhalten, betont Lürwer. Mindestens fünf Jahre soll das „Moratorium“ gelten.Die Dortmunder Wirtschaftsförderer wollen nun andere Entwicklungsflächen verstärkt in den Blick nehmen. Dazu gehört neben den Arealen am Werner Hellweg in Lütgendortmund und dem alten Güterbahnhof Westfalia am Hafen auch die ebenfalls höchst umstrittene Freifläche Buddenacker in Neuasseln.

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