Gewürgt und bestohlen - Geldstrafe nach Dauerstreit

Landgericht Dortmund

DORTMUND Wenn sie sich sehen, ist der Streit vorprogrammiert. Aber irgendwie brechen sie den Kontakt auch nicht ganz ab. Seit 2003 sind der 41-Jährige und die 40 Jahre alte Hausfrau aus Dortmund geschieden. Nun trafen sie sich erneut wieder – diesmal vor Gericht.

24.11.2009, 13:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der zweite Vorwurf: Der Angeklagte soll seiner Ex-Frau 40 Euro gestohlen haben. Stimmt nicht, so der Angeklagte. Seine Ex-Frau habe ihm das Geld in die Hand gedrückt. Stimmt nicht, meinte dazu wiederum die Ex-Frau im Zeugenstand. Seit Jahren habe sie Ärger mit ihrem Ex-Mann, habe schon oft die Polizei gerufen. Er habe ihr sogar schon einmal eine Scheibe eingeschlagen, gehe er in ihrer Wohnung außerdem ein und aus.

„Schmeißen Sie ihn doch raus“, so Staatsanwalt Hans-Jörg Jansen im Prozess. „Das ist doch Ihre Wohnung. Wer sich da aufhält, bestimmen nur Sie.“ So einfach fand die Ex-Gattin die Sache aber nicht. Offenbar aus Mitleid hatte sie den Angeklagten – mit dem sie drei Kinder hat - immer wieder reingelassen. Aber das wolle sie jetzt ändern. Das Berufungsgericht verurteilte den 41-Jährigen am Ende zu einer Geldstrafe von 725 Euro. In erster Instanz war der Dortmunder noch zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

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