Goldschmiedin aus Dortmund arbeitet Schmuck in Seife ein

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Die Dortmunder Goldschmiedin Andrea Schmidt hat sich in der Corona-Krise etwas besonderes überlegt: Sie arbeitet Ringe in Seife ein und überreicht die Schmuckstücke höchstpersönlich.

Dortmund

, 18.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Corona-Krise lassen einige Dortmunder ihre Kreativität spielen. Nachdem ein Dortmunder Bäcker bereits mit seinen Klopapiertorten weltweit Schlagzeilen gemacht hat, beschloss auch eine Goldschmiedin, in der Krise neue Wege zu gehen: Sie verkauft ihren Schmuck auf Wunsch versteckt in Seife.

Als Andrea Schmidt ihre Galerie wie die meisten Einzelhändler wegen der Corona-Krise schließen musste, war das für die Goldschmiedin ein Schock. Wie bei vielen Menschen brachen auch bei ihr wichtige Einnahmen weg.

„Ich dachte mir: Entweder, du setzt sich in die Ecke und heulst, oder du guckst, was für ein Potenzial dahinter steckt“, sagt Schmidt. Ihr Blick, erzählt sie, fiel schließlich auf die Kernseife, die bei ihrem Freund stand. „Not macht erfinderisch“, sagt Schmidt. Schließlich ist das Händewaschen gerade in Corona-Zeiten besonders wichtig.

Überraschung in Kernseife anstatt Schokolade

Nach einigem Überlegen beschloss sie, ihre eigenen „Überraschungseier“ - pünktlich zu Ostern – zu produzieren. Nur, dass die Überraschung bei ihr nicht in Schokolade eingehüllt ist, sondern in Kernseife. So würden die Menschen für das Händewaschen belohnt werden. Eltern können Kinder damit zum Beispiel motivieren, sich regelmäßiger die Hände zu waschen und so das Infektionsrisiko zu verringern.

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„Die Kernseife weckt bei vielen Menschen Kindheitserinnerungen“, sagt Schmidt. Sie habe nur ein paar Buchstaben entfernt: Anstatt „Reine Kernseife“ steht auf ihren Produkten „Eine Seife“. Ein paar Baumarktbesuche und YouTube-Anleitungen später schaffte sie es, das erste Schmuckstück in eine Seife hineinzuarbeiten.

Schmidt will nach der Corona-Krise weiter mit Seifen-Geschenken arbeiten

„Was in der Seife drin ist, entscheidet der Kunde“, sagt Schmidt. Das könnte zum Beispiel eine Kette sein, Ohrringe oder auch ein Verlobungsring. Manche Kunden hätten gerne eine durchsichtige Seife, bei der das Schmuckstück mit der Zeit immer besser zu sehen ist.

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Andere Kunden würden in der Seife gerne ein Geschenk für Angehörige verstecken – in dem Fall verwendet Schmidt blickdichte Seife. Für jedes Produkt braucht sie etwa 2 bis 3 Stunden.

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Die Seife-Verpackung für Schmuckstücke will Schmidt auch nach der Corona-Zeit weiter anbieten. Eine neue Grippe-Welle erwartet uns schließlich auch im nächsten Winter.

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