Vier Kirchen feiern Gottesdienste – eine will erst im Juni nachziehen

mlzKirchen in Dortmund

Insgesamt sieben Kirchen gibt es im Stadtbezirk Mengede. Doch trotz der Gottesdienst-Erlaubnis blieb es in drei von ihnen in den ersten Maitagen still.

Mengede

, 11.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wochenlang durften die Gemeinden keine Gottesdienste mit Besuchern in den Kirchen abhalten. Seit dem 1. Mai lassen die Corona-Lockerungen es wieder zu. Doch die Kirchen-Verantwortlichen im Stadtbezirk Mengede nahmen sich wie viele andere zunächst Zeit, um Hygienekonzepte auszuarbeiten.

Indes gingen die Online-Angebote weiter – und sie sollen vorerst auch erhalten bleiben. „Manche fühlen sich einfach sicherer mit Youtube-Gottesdiensten“, sagt Pfarrer Hubert Werning vom Pastoralverbund Dortmund Nord-West.

Zudem seien die Plätze in den Kirchen begrenzt. Und auch wenn es bei den ersten Gottesdiensten in den drei Kirchen am Wochenende (9./10.5.) nur einen überschaubaren Andrang gegeben habe, wolle der Pastoralverbund seinen Gemeinden alle Möglichkeiten offen halten.

Es gibt zusätzliche Gottesdienste

In den katholischen Kirchen Mariä Heimsuchung in Bodelschwingh, St. Remigius in Mengede und St. Josef in Nette gilt ein Hygiene-Schutzkonzept. Beispielsweise gibt es gekennzeichnete Sitzplätze, Pfeile zeigen die erlaubten Wege in den Kirchen an und Ordner sorgen für einen geregelten Ablauf.

Während in Mengede 58 Plätze zur Verfügung stehen, sind es in Nette und Bodelschwingh jeweils 45. Der Pastoralverbund verzichtet dabei bewusst auf Anmeldungen, um zu vermeiden, dass Angemeldete nicht erscheinen und dafür im Vorfeld andere abgewiesen wurden.

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Um die Besucher besser zu verteilen, gebe es zudem in jeder Kirche je einen zusätzlichen Gottesdienst am Samstagabend (St. Remigius und St. Josef) oder Sonntagmorgen (Mariä Heimsuchung). „Ich bin dankbar für unsere Ehrenamtlichen, ohne die wir das nicht stemmen könnten“, sagt Hubert Werning.

„Der erste Praxistest am Wochenende fiel positiv aus“, zieht der Pfarrer Bilanz. „So können wir weitermachen.“ Diese positive Bilanz teilt auch Pfarrerin Renate Jäckel von der evangelischen Noah-Gemeinde.

Neuapostolische Kirche braucht noch Zeit

„Wir sind erst einmal mit nur einem Gottesdienst in Westerfilde gestartet und das hat gut geklappt“, sagt sie. „Wir sind zuversichtlich und gespannt, wie es weitergeht.“ In den nächsten Wochen werde die Gemeinde darauf achten, wie die Nachfrage ist und ob sie nachjustieren muss.

Zunächst sollen aber ab dem 17. Mai (Sonntag) zusätzlich zu den Gottesdiensten in der Luisenkirche in Westerfilde auch in St. Remigius in Mengede und in der Bodelschwingher Kirche wieder Gottesdienste stattfinden.

Indes bleibt es in der Neuapostolischen Kirche Bodelschwingh-Westerfilde weiterhin ruhig. „Wir starten erst ab dem 7. Juni wieder mit Gottesdiensten“, sagt Pressesprecher Frank Schuldt. Je nach Gemeinde werde es dann aufgrund der eingeschränkten Besucherzahl ein Anmeldesystem oder zusätzliche Gottesdienste geben.

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