Grausame Wahrheiten

30.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Der Rücken eines misshandelten Mädchens. Ärzte müssen hinsehen und handeln.  Foto dpa</p>

<p>Der Rücken eines misshandelten Mädchens. Ärzte müssen hinsehen und handeln. Foto dpa</p>

An den Bildern hatten auch die Zahnärzte schwer zu schlucken. Dr. Matthias Albrecht (Foto), Chefarzt der Kinderchirurgie, wird im Klinikalltag mit allen Formen von Kindesmisshandlung konfrontiert, "die sich ein krankes Hirn ausdenken kann". Fotos von Kinderkörpern, die übersät sind mit Blutergüssen, Bilder von kleinen verbrühten Füßen, von einem verletzten, wunden Säuglings-Po. Im letzten Fall hatte der Partner der Mutter dem Säugling die brutalen Verletzungen zugefügt, während die Mutter angab, ihr Kind hätte eine Windeldermatitis.

Zahnärzte sehen in der Regel derlei Verletzungen nicht. Dafür beobachten sie andere Auffälligkeiten, komplett kariöse Zähne schon bei Dreijährigen zum Beispiel. Bei der gestrigen Fortbildung in der Kinderchirurgie wurden die Mitglieder des Arbeitskreises Zahngesundheit sensibilisiert für mögliche Kindesmisshandlungen. bö

Seite 6: Zähne sprechen

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