Griechenland als Reise-Option 2020? – Anika (34) testete Urlaub auf Kreta

mlzUrlaub in Corona-Zeiten

Zuerst der Testurlaub auf Mallorca, jetzt auf Kreta. Reise-Expertin Anika Szameitat (34) konnte nun den Urlaub unter Corona-Bedingungen auf der griechischen Insel unter die Lupe nehmen.

Dortmund, Schwerte

, 14.07.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Leere Strände und „kaum Einschränkungen“ - Anika Szameitat (34) hat getestet, wie der Urlaub auf der griechischen Insel Kreta funktioniert.

Als Mitarbeiterin des Dortmunder Tui-Reisecenters an der Kuckelke konnte sie bereits zum zweiten Mal an einer Test-Reise für Beschäftigte der Touristikbranche teilnehmen, um die Corona-Bedingungen für Touristen vor Ort unter die Lupe zu nehmen.

Drei Wochen zuvor, am 21. und 22.6., hatte sie bereits den Urlaub auf der spanischen Insel Mallorca getestet.

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„Im Grunde war es ähnlich wie bei meiner Mallorca-Reise – es war wenig los“, sagt sie jetzt nach ihrer Rückkehr von Kreta.

Von Freitagmorgen bis Sonntagabend (10.-12.7.) war sie auf der größten griechischen Insel – der Reiseveranstalter Alltours hatte diesen Testurlaub organisiert.

„Die Einschränkungen halten sich total in Grenzen“

„Das hat mir gut gefallen“, sagt sie. Auf Kreta lasse sich derzeit sehr gut Urlaub machen. „Die Einschränkungen halten sich total in Grenzen.“

Reichlich Platz am griechischen Strand: Das liegt an den großen Abständen zwischen den Liegen und den wenigen Touristen.

Reichlich Platz am griechischen Strand: Das liegt an den großen Abständen zwischen den Liegen und den wenigen Touristen. © Anika Szameitat

Die meisten Geschäfte und Restaurants sind geöffnet. Und an den Stränden gebe es große Abstände zwischen den Sonnenschirmen und Liegen. Das sieht Anika Szameitat sogar als Vorteil: „Man liegt da nicht so gequetscht, das ist sehr entspannt“. Die Strandliegen werden außerdem regelmäßig desinfiziert.

Dazu komme, dass die Strände noch sehr leer seien. Touristen seien derzeit nur sehr vereinzelt auf der griechischen Insel anzutreffen, sagt sie. Wirklich Verständnis hat Szameitat dafür nicht. „Ich denke, die Leute haben unbegründet Angst – an der Nord- oder Ostsee holt man sich momentan eher was weg.“

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Denn dort seien die Strände viel voller – der Inlands-Urlaub ist in diesen Sommerferien beliebt wie nie.

Ganz anders sei es auf Kreta. Ein Urlaub sei dort fast wie gewohnt möglich, sagt Anika Szameitat. „Die Sehenswürdigkeiten sind uneingeschränkt besuchbar – und davon gibt es auf Kreta viele“, sagt sie.

Und im Vergleich zu Mallorca bedeuten geschlossene Diskotheken hier auch bedeutend weniger Einschränkung. Party-Touristen auf Mallorca sorgten am vergangenen Wochenende unterdessen für eine Verschärfung der Maskenpflicht im „17. Bundesland“. Dort müssen jetzt auch im Freien Masken getragen werden.

Einreise nur mit QR-Code

Der größte Unterschied zu ihrer Mallorca-Reise von vor drei Wochen ist jedoch ein anderer: „Man muss sich vorab online registrieren“, sagt Anika Szameitat.

Griechenland gehört zu den Ländern, in die man seit dem 1. Juli wieder einreisen kann. Pflicht ist die vorherige Online-Anmeldung. Über ein Online-Formular sind Daten über sich selbst und die Reise bis spätestens 24 Stunden vor der Abreise anzugeben.

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Anschließend bekommt man eine E-Mail mit der Einreisebestätigung und einen QR-Code, der für die Einreise benötigt wird. Kann man so einen Code bei der Anreise nicht vorzeigen, kann eine Strafe von bis zu 500 Euro fällig werden.

„Das auszufüllen ist kein Hexenwerk“, sagt Anika Szameitat. Dennoch dürfte das nicht für jeden was sein.

Einreisebestätigung kommt sehr kurzfristig

Doch noch ein weiterer Punkt dürfte bei dem einen oder anderen Touristen für Unruhe sorgen. „Die E-Mail kommt sehr kurzfristig“, sagt die 34-Jährige, „da muss man sich drauf einstellen“.

In den frühen Morgenstunden am Freitag sollte die Reise von Anika Szameitat losgehen – die Einreisebestätigung habe sie erst in der Nacht vor der Reise erhalten, sagt sie.

Und das sei nicht ungewöhnlich: „Der bei Einreise vorzuzeigende QR-Code soll in der Regel am Tag der Einreise automatisiert um 0.10 Uhr per Email zugesandt werden“, heißt es dazu auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.

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