Groß angelegte Impfaktion

Schweinegrippe

DORTMUND Reicht es aus, sich gegen Schweinegrippe impfen zu lassen oder muss man sich zusätzlich noch gegen die saisonale Influenza mit einer Impfung schützen? Dr. Annette Düsterhaus, die Chefin des Gesundheitsamtes, kennt die Antwort auf diese wichtige Frage.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 06.10.2009, 05:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ab dem 26. Oktober wird der Stoff gegen die Schweinegrippe ausgeliefert. Im Vorfeld wartet viel Arbeit auf das Gesundheitsamt: 128 Mediziner, Hausärzte, Internisten, Kinderärzte und Gynäkologen wollen sich an der groß angelegten Impfaktion beteiligen und müssen angeschrieben werden. Der Impfstoff, den nur das Gesundheitsamt verteilt, kann lediglich in diesen Praxen verabreicht werden. Die Liste aller mit einer Namensveröffentlichung einverstanden Ärzte soll bis Ende der Woche auf der Internetseite des Amtes abrufbar sein .

Bis zum 16. Oktober muss die erste Impfstoffbestellung durch die Ärzte beim Amt erfolgt sein. Dr. Düsterhaus rechnet mit maximal 1500 Impfdosen pro Tag. In der ersten Woche sogar mit der vierfachen Menge. In welcher Reihenfolge soll geimpft werden? „Zuerst die Profis, also das medizinische Personal, dann die chronisch Kranken und schließlich die Allgemeinbevölkerung.“ Die saisonalen, gesundheitlichen Plagen sind auch schon im Umlauf: Kein Mensch in Dortmund kennt die aktuelle Zahl der Schweinegrippen-Fälle. Die Testung ist zum Erliegen gekommen, weil der Labor-Nachweis von den Krankenkassen nicht bezahlt wird.

Auch Noroviren, verantwortlich für Durchfall-Erkrankungen, sind munter unterwegs. Eben erst war eine ganze Schulklasse auf Klassenfahrt betroffen. Bei der saisonalen Influenza steht der Höhepunkt noch bevor. „In aller Regel kommt sie nach Weihnachten“, so die Chefin des Gesundheitsamtes, Dr. Annette Düsterhaus. 

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