Große Bagger wühlen bald im Naturschutzgebiet „Im Siesack“

Naherholung in Mengede

Wenn Ende Juli Bagger und Lkw in das Naturschutzgebiet „Im Siesack“ einfallen, dann hat das alles seine Richtigkeit. Es stehen große Bauarbeiten an. Experten müssen diese genau beobachten.

Mengede

, 15.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Große Bagger wühlen bald im Naturschutzgebiet „Im Siesack“

In diesem idyllischen Naturschutzgebiet „Im Siesack“ in Mengede rollen demnächst die Bagger an. © (A) Stephan Schuetze

Gleich mehrere Behörden sind beteiligt, wenn im Mengeder Naturschutzgebiet „Im Siesack“ gebuddelt wird. In Abstimmung mit der Bezirksregierung

Arnsberg, der Unteren Naturschutzbehörde, der Unteren Bodenschutzbehörde, der Unteren Wasserbehörde und dem Liegenschaftsamt sowie dem Beirat zur Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Dortmund legt die Kokereigasnetz Ruhr GmbH (KGNR) ab Ende Juli einen ca. 1,7 km langen Leitungsabschnitt still. So teilt es das Unternehmen jetzt selbst mit.

Dieser Leitungsabschnitt gehört zu einem Teil der Kokereigasnetz Ruhr GmbH, welcher bereits seit Anfang 2018 Zug um Zug stillgelegt wird. Offensichtlich sind die Rohre, die stillgelegt und aus dem Boden geholt werden stark verunreinigt und belastet. „Im Rahmen der von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Dortmund genehmigten Stilllegungsarbeiten wird die Leitung gereinigt und auf Wunsch der Stadt Dortmund wegen der besonderen Schutzwürdigkeit des Naturschutzgebietes anschließend sukzessive ausgebaut, um eine Wiederherstellung der ursprünglichen Boden- und Gewässereigenschaften zu erreichen“, erklärt Dr. Christian Janzen, Geschäftsführer der Kokereigasnetz Ruhr GmbH. Ab Ende Juli 2019 sei durch die notwendigen Bauaktivitäten mit Baggerarbeiten und Lkw-Verkehr zu rechnen.

Enge Abstimmung mit den Betroffenen im Naturschutzgebiet

Während der Bauarbeiten werden laut Dr. Janzen bodenkundliche sowie ökologische Experten von einschlägigen Fachbüros einbezogen, um den Eingriff in das Naturschutzgebiet zum Schutz der vorhandenen Fauna und Flora sowie des Bodens möglichst schonend vorzunehmen. „Die besondere Schutzwürdigkeit des Heckrindergeheges im Siesack wird zudem durch eine enge

Abstimmung mit dem zuständigen Hegepersonal berücksichtigt“, sagt der Geschäftsführer. Zeitweise könne es während der Stilllegungsarbeiten zu Sperrungen von Wegabschnitten kommen. Die Arbeiten

sollen abhängig von der Witterung bis Ende des Jahres 2019 abgeschlossen sein.

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